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Frankfurt-Nord Levente liest am besten

Ein Schüler der Ziehenschule siegt beim Vorlesewettbewerb-Regionalentscheid.

Amir nimmt für die Carlo-Mierendorff-Schule am Wettbewerb teil. Foto: christoph boeckheler 0049.1702932067 mail@boeckheler.com

Mit angenehmer Stimme sprechen, das passende Tempo finden und ausreichend Pausen machen – so lauteten nur einige der Tipps, die die 16 Sechstklässler am Montag beim Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels für Frankfurt-Nord zu beherzigen hatten.

Elmar von der Louise-von-Rothschild-Schule ist als Erster dran, darum besonders aufgeregt: „Ich weiß ja nicht, wie die Anderen das machen.“ Er geht auf die Bühne, setzt sich an den Tisch vor das Mikrofon, öffnet sein Buch „Das Dorf“ von Karl Olsberg und beginnt zu lesen: „Hilfe! Holt mich hier raus“, ruft er verzweifelt in das Mikrofon, zieht so die Zuhörer im Theatersaal der Friedrich-Ebert-Schule in seinen Bann.

Während Elmar liest, sitzt auch Julius im Publikum, rutscht kurz vor seinem Auftritt aufgeregt auf dem Stuhl hin und her. Dass der 11-Jährige ein Lesetalent besitzt, stellte er bereits durch seinen Sieg des vorangegangenen Wettbewerbs an der Europäischen Schule unter Beweis. Doch heute geht es um den Regionalsieg. Und weil die 16 Schulen ihre jeweils besten Leser schicken, steigen die Anforderungen.

Bundesweit treten in diesem Schuljahr etwa 600 000 Schüler der sechsten Klassen aus rund 7100 Schulen an. Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels findet bereits seit 1959 statt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Nachdem alle Schüler ihre Texte vorgetragen hatten, stand für die Jury, darunter die Literaturpädagogin Stefanie Frieling und die Schulleiterin Helga Artelt, die Auswahl der besten drei Teilnehmer auf dem Plan. Diese fiel auf Mika Rieck von der Schule am Ried, Levente Molnar von der Ziehenschule und Frieda Kühn vom Gymnasium Nord. Die drei Schüler lasen eine weitere, diesmal jedoch unbekannte Textpassage aus dem Buch „Feo und die Wölfe“ von Katherine Rundell vor.

„Die Auswahl des Siegers ist der Jury nicht leichtgefallen“, leitete Jürgen Gräter, Stufenleiter der Jahrgänge fünf und sechs an der Friedrich-Ebert-Schule, die anschließende Verkündigung des Siegers ein. Levente Molnar, der seine Texte besonders hörenswert vorgetragen hatte, nahm unter Applaus eine Siegerurkunde sowie zwei Bücher entgegen. Auch alle anderen Teilnehmer erhielten eine Teilnehmerurkunde sowie eine Ausgabe des Buchs „Feo und die Wölfe“.

Für Levente bleibt es spannend, der Wettstreit geht in die nächste Runde. Denn wenn er sich als Sieger durch den Bezirks- und Landesentscheid kämpft, darf er am 20. Juni am Finale in Berlin teilnehmen. Dort wird der bundesweite Sieger gekürt.

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