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Frankfurt-Dornbusch U-Bahn-Halt soll sicherer werden

Nach Protest an der Station Fritz-Tarnow-Straße will die Stadt jetzt nachbessern.

Alexandra Grünbauer setzt sich täglich der Gefahr aus. Foto: ROLF OESER (Rolf Oeser)

Die U-Bahn-Station Fritz-Tarnow-Straße im Stadtteil Dornbusch soll für Blinde und Sehbehinderte sicherer werden. In einem Schreiben, das der FR vorliegt, kündigt das städtische Verkehrsdezernat nun an, nachbessern zu wollen. 

Erst vergangene Woche hatten Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenbundes Hessen (BSBH) und Gisela Becker, ehemalige Stadtverordnete der Linken, die Presse zu einem Ortstermin geladen, um über die Gefahren für Blinde beim Ein-und Aussteigen in die Züge sowie beim Queren der Gleisanlage hinzuweisen. Dabei wurden drei konkrete Mängel an der Station ausgemacht: „Die Treppenstufen sind nicht markiert, die Akustik der Schaltanlagen defekt oder unzureichend und die U-Bahn-Türen nicht sicher aufzufinden“, stellte Gisela Becker vor wenigen Tagen fest. 

Henning Beppler, Sprecher des Verkehrsdezernats, erklärte nun auf Anfrage der Frankfurter Rundschau, dass bereits im Dezember das akustische Signal an der Ampel neu eingestellt worden sei. „Die Ampel ist allerdings sehr störanfällig. Das Signal muss wegen alter Technik häufig von Hand neu gestartet werden“, räumt er ein. Seit Jahresende 2017 sei die Anlage mehrmals repariert worden; zuletzt vergangenen Montag. „Aktuell ist die Ampel voll funktionsfähig“, teilt er mit. 

Um den Ausfällen aber ein Ende zu setzen, soll jetzt die komplette Technik ausgetauscht werden. Das Straßenverkehrsamt habe außerdem einen neuen Taster in Auftrag gegeben. „Das Problem der veralteten Technik wird grundsätzlich gelöst“, verspricht Beppler. Ab kommender Woche sollen keine Störungen mehr an der U-Bahn-Station Fritz-Tarnow-Straße auftreten. 

Darüber hinaus sollen auch die Kanten der Treppenstufen und ein Einstiegsfeld auf dem Bahnsteig für Blinde extra markiert werden. Diese Arbeiten würden von der städtischen Verkehrsgesellschaft VGF ausgeführt – allerdings erst, wenn es das Wetter zulässt. „Da das taktile Feld verklebt und die Markierungen an den Stufen mit Farbe aufgetragen werden, ist es erforderlich, dass die Tiefsttemperatur mehrere Tage hintereinander fünf Grad nicht unterschreitet“, erklärt Beppler. Sobald das der Fall sei, würden die Arbeiten erledigt.

Seit vergangenem Dezember wird die U-Bahn-Station Fritz-Tarnow-Straße vermehrt von Blinden genutzt. Das hat zwei Gründe: Seit diesem Zeitpunkt befindet sich der Bezirkssitz des Blinden- und Sehbehindertenbundes an der Eschersheimer Landstraße 325, unweit der Haltestelle. Zuvor war er in der Nähe des Grüneburgwegs untergebracht. Allein in Frankfurt hat der Verein rund 460 Mitglieder. An der Fritz-Tarnow-Straße ist zudem die Hermann-Herzog-Schule für Sehbehinderte ansässig. Auch diese Schüler nutzen die Haltestelle. 

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