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Eschersheimer Landstraße in Frankfurt Eschersheimer sicherer queren

Die Stadt Frankfurt plant zwei weitere Überwege für Fußgänger über die Eschersheimer Landstraße. Baubeginn könnte 2019 sein.

Eschersheimer Landstraße
Die Eschersheimer Landstraße zu queren, ist zuweilen gar nicht so einfach. Foto: peter-juelich.com

Kopfschüttelnd blickt Andrea Klein in Richtung U-Bahngleise auf der Kreuzung von Eschersheimer Landstraße und Marbachweg. Trotz der sich nähernden U-Bahn und fließendem Verkehr hastet ein junger Mann über die Fahrbahn. Kurzes Hupen, Abbremsen mehrerer Autos, Kopfschütteln des U-Bahnfahrers.

Nach der Schrecksekunde geht alles wieder seien gewohnten Gang. „So eine Dummheit kann Leben Kosten“, sagt Klein empört. Geht es nach der Anwohnerin, kann der geplante Bau der beiden neuen Überwege über die Eschersheimer Landstraße gar nicht früh genug beginnen. „Die Eschersheimer wird so sicherer“, findet Klein.

Ähnlich sieht das Michael Wejwoda vom Amt für Straßenbau und Erschließung. 2019 sollen die zwei neuen Querungen über die Eschersheimer errichtet werden. In zwei Bauabschnitten werden die Überwege auf Höhe des Sinaiparks, sowie der südlichen Seite der Kreuzung von Am Dornbusch und Marbachweg gebaut (die FR berichtete). „Die neuen Querungen werden den Übergang sicherer und einfacherer machen“, erläutert Wejwoda.

Außerdem werde die Eschersheimer fußgängerfreundlicher; momentan würden es die Anwohner meiden, die Verkehrsader zu queren. „Zudem werden die Überwege Teil der Planung des Grünen Ypsilon – die Schaffung einer durchgehenden Grünverbindung von der Bundesbank bis zum Sinaipark.“

Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) begrüßt die Planung. Die „Trennwirkung“ der U-Bahngleise vermindere sich, die Eschersheimer werde fußgängerfreundlicher. „Auch der Einzelhandel wird von den Überwegen profitieren“, ist sich Hesse sicher.

Doch längst nicht alle im Dornbusch sind von den Plänen begeistert. „In der Nachbarschaft gibt es viele, die sich gegen den Bau aussprechen“, berichtet Christina Althen, die der Bürgervereinigung Dichterviertel vorsteht. Vor allem der geplante Überweg am Sinai-Park sei „zu viel des Guten“. Denn: Etwa 250 Meter nördlich und 125 Meter südlich seien die nächsten Querungsmöglichkeiten. „Ein kleiner Laufweg, der zumutbar ist“, findet Althen.

Auch Thomas Budenz, Mitglied im Ortsbeirat 9, sprach sich gegen zusätzliche Querungen aus. „Der Verkehrsfluss wird gestört“, findet der BFF-Mann. So entstehe neue Staugefahr auf der vielbefahrenen Eschersheimer. Auch die im Minutentakt fahrende U-Bahn werde durch zusätzliche Überwege unnötig aufgehalten.

Anwohnerin Althen hat außerdem Bedenken zur Sicherheit. Gerade viele Schüler würden auch bei Rot noch über die Straße rennen. Die Unterführung am Dornbusch unter der Eschersheimer dagegen sei ungefährlich und daher ein „Sicherheitsfaktor“.

Wendel Burkhardt (Grüne) bezeichnet die Unterführung hingegen als „unbeliebtes Zick-Zack“. Nach Einbruch der Dunkelheit würden viele den Weg unter die Erde meiden. Um den Platz am Haus Dornbusch „ideal zu erschließen“ hatte die Grünenfraktion gar einen dritten Überweg am Platz gefordert (die FR berichtete). Der sei, so Christiane Loizides (CDU), wegen der Betriebsgleise, die die Kreuzung durchlaufen, technisch nicht umsetzbar. Für die Idee eines dritten Überweges konnten die Grünen keine weitere Fraktion begeistern.

Wann der Spatenstich erfolgen wird, ist noch ungeklärt. Michael Wejwoda rechnet mit einem Baubeginn Anfang 2019. „Wir befinden uns in der Vorplanung“, erklärt er. Erst nach Genehmigungs-und Baurechtsverfahren werde eine Finanzierungsvorlage vorliegen. Der Fachmann schätzt die Kosten je Querung auf rund 500 000 Euro.

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