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Eschersheim Stadt will Bürger beteiligen

Zum Baugebiet nördlich der Anne-Frank-Siedlung in Frankfurt-Eschersheim soll es einen Architektenwettbewerb und zwei Anhörungen geben.

Mike Josef
Planungsdezernent Mike Josef (SPD) erläutert das städtische Vorgehen. Foto: Rolf Oeser

Das Frankfurter Planungsdezernat möchte die Interessen der Anwohner in die Planung des Neubaugebietes einbeziehen. „Daher haben wir zwei Varianten als Vorgabe an die im Prozess beteiligten Architekturbüros aufgestellt“, sagt Dezernent Mike Josef (SPD) bei einer vom SPD-Ortsverband organisierten Infoveranstaltung auf dem Bäckerplatz an der Straße „Im Geeren“.

Beide Varianten sehen vor, die Fläche zwischen der A 661 und der Anne-Frank-Siedlung trotz Wohnbebauung als einen Ort der Naherholung zu erhalten. Im Vorfeld hatte eine Bürgerinitiative die Pläne kritisiert. „Die bisher unbebauten Flächen dienen als Kaltluftentstehungsgebiet und Frischluftschneise. Sie tragen viel zur erholsamen Wohnsituation in Eschersheim bei“, erklärten mehrere aufgebrachte Anwohner. Auf der Fläche wächst ein kleines Wäldchen, eine Baumschule, mehrere Kleingärten, Wiesen und Felder. Das Gebiet ist auch für Wild und Vögel Rückzugsgebiet.

Den an der Ausschreibung teilnehmenden Architekturbüros wurde daher die Vorgabe gemacht, entweder das Wäldchen zu erhalten oder eine Ersatzfläche im Bereich der Autobahn zu schaffen, versicherte Josef den Anwesenden. Geplant ist der Bau von 800 Wohnungen und bis zu zwei Kindertagesstätten. Der Bau von Mehrfamilienhäusern soll es ermöglichen, viele der Grünflächen erhalten zu können. 30 Prozent des Wohnraumes sollen gefördert und 15 Prozent für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen vorgesehen sein. Die Zufahrt zum Wohngebiet ist über die Straße „Am Gabelacker“ geplant. Anschluss an den Nahverkehr erhält das Wohnquartier durch eine Busanbindung. Flächen für Geschäfte sind ebenfalls vorgesehen.

Konkret ist die Planung noch nicht

Konkret ist die Planung noch nicht. „Wir beabsichtigen die Vorgaben an die Architekten so offen zu halten wie möglich.“ Das Planungsdezernat erhofft sich so, Bürgerwünsche in das Bauvorhaben einbinden zu können. Am Mittwoch, 29. August, 17.30 Uhr, Wettbewerbsteilnehmer ihre Konzepte vor im Haus Ronneburg in Eckenheim, Gelnhäuser Straße 2. Die Bürger können Einwände und Anregungen vortragen.

In einer zweiten Anhörung im November werden die endgültigen Pläne unter Berücksichtigung der Anmerkungen vorgestellt. Eine Jury aus den Fraktionen der Koalition, Architekten und Stadtplanern entscheidet dann über den Zuschlag. „Wir nennen dieses Verfahren frühzeitige Bürgerbeteiligung“, erklärte Josef. Der Baubeginn soll in zwei bis drei Jahren sein.

Sorgen bereiten den Anwohnern, neben der zunehmenden Versiegelung von Grünflächen, die Verkehrs- und Parkplatzsituation vor Ort, sowie die Lärmbelästigung durch die nahegelegene Autobahn für die zukünftigen Nachbarn. Gefordert werden daher ein Ausbau der Tempo-100-Zone und der Bau einer Lärmschutzmauer.

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