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Eschersheim Gefährlicher Schulweg

Eltern sorgen sich wegen enger Bürgersteige an der Straße Alt-Eschersheim. Die Stadt Frankfurt will zusätzliches Piktogramm anbringen und Bordsteine farblich markieren.

Straße Alt Escherheim mit Schmalstellen
Die Straße Alt-Eschersheim ist eng und kurvig und mit schmalen Bürgersteigen versehen. Foto: Monika Müller

Lachend schlendert die Gruppe Jugendlicher auf der Straße Alt-Eschersheim in Richtung Freibad, das Thermometer zeigt beinahe 30 Grad. Durch die laute Musik aus der mitgebrachten Box überhören die Teenager den Verkehr im Rücken, erst nach einer Vollbremsung eines Transporters, begleitet von Hupen, dreht sich die Gruppe erschrocken um. Szenen wie diese ereignen sich täglich im alten Ortskern des Stadtteils. Die Straße ist eng, die Gehwege noch enger.

Doch nicht nur Freibadbesucher im Hochsommer nutzen den Weg nutzen; Alt-Eschersheim ist für viele Kinder der naheliegenden Fried-Lübbecke-Grundschule der tägliche Schulweg. Der Elternbeirat hält den Weg für gefährlich und wandte sich an den zuständigen Ortsbeirat 9. Dessen Mitglied Donna Ochs (SPD), erinnert sich noch gut an den Ortstermin vor einigen Wochen.

„Ein Bus und ein LKW mussten dem Gegenverkehr ausweichen und fuhren dabei über den Bordstein“, berichtet sie. Durch die schmale Straße sei der Weg, gerade für Kinder, „brandgefährlich“. Auch der Zustand der Straße ist schlecht: Der Asphalt gleicht einem Flickenteppich, Fahrbahnmarkierungen gibt es nicht. Vertreter des Straßenverkehrsamts schlugen beim Ortstermin vor, ein weiteres Piktogramm „Achtung Kinder“ anzubringen und die Bordsteine farblich zu markieren. „Zumindest eine kleine Verbesserung“, findet Ochs.

„Ein visueller Warnhinweis würde auf jeden Fall helfen“, sagt Simone Essel, die im Sekretariat der Lübbecke-Schule arbeitet. Essel fährt die Strecke täglich selbst mit dem Auto und glaubt, dass Fahrer den Fuß so eher vom Gas nehmen würden. „Gerade an der Ecke zur Dreihäusergasse würden Schilder oder Fahrbahnmarkierungen helfen, hier kommt es oft zu brenzligen Situationen.“ Allerdings seien die Schüler nicht ganz unschuldig: „Viele werden durch Kopfhörer taub für den Verkehr um sie herum“, sagt Essel.

Auch Pit Punda, Mundschenk im anliegenden Restaurant Golden Kron, kennt die Gefahren auf der Straße: „An die 30er-Zone hält sich kaum jemand“, sagt er. Dass ab und an Lieferanten des Restaurants den ohnehin schon schmalen Gehweg zuparken, hält er für unausweichlich. „Die nächste Parkmöglichkeit wäre im Uhrig.“ Wegen der schweren Last, müssten die Lieferfahrzeuge aber direkt am Gasthaus halten.

Donna Ochs rechnet aus zwei Gründen mit einer Zunahme des Verkehrs in den kommenden Jahren. Einerseits durch den Zuzug durch die Neubaugebiete Im Hilgenfeld am Frankfurter Berg und nordöstlich der Anne-Frank-Siedlung. Andererseits durch den Neubau einer Unterführung, die den Bahnübergang am Lachweg ersetzen wird. Noch steht hier eine Bahnschranke, verbunden mit langen Wartezeiten. „Fällt die Wartezeit weg, wird der Lachweg für viele Autofahrer zur Abkürzung“, befürchtet Ochs. Um der steigenden Autozahl in den engen Straßen Herr zu werden, sei ein neues Verkehrskonzept nötig. „Bislang gibt es keinerlei Lösungen“, bemängelt Ochs.

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