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Eschersheim Begeistert von Parkour-Anlage

Jugendliche in Eschersheim sind begeistert: Die Trendsportart Parkour könnte sich im Frankfurter Norden etablieren.

Parcours
Was wie hier in Offenbach schon möglich ist, soll auch bald im Frankfurter Norden machbar sein. Foto: Renate Hoyer

Der Frankfurter Norden könnte für Jugendliche und Sportbegeisterte bald um eine Attraktion reicher sein: Der Eschersheimer Yannick Grabes (14) stellte dem Ortsbeirat 9 (Eschersheim, Ginnheim, Dornbusch) in seiner jüngsten Sitzung die Sportart Parkour vor – und bekam viel Zustimmung.

„Die Parkour-Szene in Frankfurt wächst beständig“, so Grabes. So bieten beispielsweise die Frankfurter Eintracht und ein Schwanheimer Sportverein die in Frankreich entstandene Sportart an. Regelmäßig treffen sich Jugendliche etwa rund um das Finanzamt in der Gutleutstraße zum gemeinsamen Training, erzählte der Hobbysportler. Ortsbeirätin Donna Ochs (SPD) berichtete von der beliebten Parkour-AG der Eschersheimer Ziehenschule.

Eine fest installierte Par-kour-Anlage gibt es in Frankfurt bislang jedoch nicht. Die nächsten Adressen für die noch junge Sportart sind in Offenbach und Hattersheim. Gerade für Jugendliche ohne Auto sind das lange Wege. „Dabei braucht es zum Parkour gar nicht viel“, betonte Grabes. Der Jugendliche wünscht sich zunächst ein einfaches Stangengerüst. Das koste im Einkauf etwa 1500 bis 2000 Euro. Als Standort schlug er den Eschersheimer Höllbergspielplatz vor.

Begeistert zeigte sich unter anderem die Grünen-Fraktion. Marcel Peters brachte außerdem einen alternativen Standort ins Spiel: die Fläche unter der Rosa-Luxemburg-Straße im Stadtteil Ginnheim. Die war zuletzt vor allem durch negative Schlagzeilen aufgefallen. Anwohner beschwerten sich über zunehmende Müllablagerungen. Auch gilt das Areal als dunkle Ecke; viele Ginnheimer meiden es nach Anbruch der Dunkelheit (die FR berichtete). Der unbeliebten Fläche würde eine Aufwertung und Belebung durch Sportler gut tun, findet Peters.

Auch Ingrid Häußler (FDP) überzeugte Grabes‘ Präsentation. Ihrer Meinung nach sei ein einzelnes Gerüst alleine aber nicht ausreichend. „Eine größere Anlage würde auch Sportler von außerhalb anziehen“, so die Fraktionsvorsitzende. Der Höllbergspielplatz sei dafür jedoch zu klein.

Parkour leitet sich ab vom französischen Begriff „parcours du combatant“ – ein klassischer Hinderniskurs beim Militärtraining. Die Sportart Parkour ist eine Fortbewegungsart mit dem Ziel, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers von Punkt A zu Punkt B zu gelangen, egal, welche Hindernisse scheinbar im Weg sind. Dazu braucht man neben Ausdauer, Kondition, Geschick, Konzentration auch turnerisches Geschick.

Über Umfang und Standort der Parkour-Anlage wurde im Ortsbeirat noch keine Einigung erzielt. Man werde sich nun beraten, um in Bälde einen Antrag auf den Weg zu bringen, sagte Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU).

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