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Bonames Nur wenige, aber dafür gute Spielplätze

Spielplätze muss man im Stadtteil Bonames lange suchen, es gibt nur drei. Kinder können sich trotzdem ordentlich austoben.

Bonames
Die Stadt hat den Spielplatz vor zwei Jahren überholt. Foto: peter-juelich.com

Drei Generationen sind an einem sonnigen Vormittag auf dem Spielplatz am Harheimer Weg, direkt neben der August-Jaspert-Schule, vereint: Oma, Mutter, Sohn. Ihre Namen wollen die beiden Frauen nicht in der Zeitung lesen. Fragen zum Spielplatz aber beantworten sie gerne. Und die Antworten fallen durchweg positiv aus.

Sie sind mit ihrem Enkel beziehungsweise Sohn da. Er und seine Mutter wohnen nicht mehr in Bonames, besuchen aber regelmäßig die Oma, „und dann gehen wir eigentlich immer auf diesen Spielplatz“, sagt die Mutter. Sie schätzt dabei vor allem die Offenheit der Anlage, man könne alles einsehen, „hier brauche ich keine Angst um mein Kind zu haben“.

Weitere Vorteile seien die „sehr zentrale Lage“ und die „gute Ausstattung, alles ist recht neu“. Das stimmt, auf dem Spielplatz wurden vor nicht ganz zwei Jahren einige Geräte erneuert. Das sieht man ihnen noch immer an.

Zwei Rutschen für die älteren Kinder, eine für die jüngeren, dazu eine Wippe, zwei Schaukeln und eine kleine Kletterwand. Übermäßig viel Auswahl ist das nicht, aber der Platz ist auch selten überfüllt. Auch diese Ruhe genießen die Eltern, die mit ihren Kindern hier sind.

Sie machen das meist auf einer der wirklich zahlreichen Bänke, die ebenfalls in einer guten Verfassung sind und rund um die Spielgeräte platziert sind.

An einem davon vergnügt sich an diesem Vormittag der Fünfjährige. Er will gar nichts sagen und das muss er auch nicht. Denn abgesehen von kurzen Pausen bei Mama und Oma kommt er von der Rutsche kaum weg, ebenso wenig wie von der Kletterwand. Auch andere Kinder sind mit ihren Eltern da, in die Quere kommen sie sich nicht. Wenn der eine rutscht, geht die andere schaukeln.

Einen Kritikpunkt haben Mutter und Oma dann doch noch ausgemacht. Manchmal, aber auch wirklich nur manchmal, läge etwas viel Müll herum. „Das aber“, sagen beide einstimmig, „liegt nicht am Spielplatz. Das liegt an den Menschen.“

Das sieht auch Sven Klimek so. Er war bis vor etwa einem Jahr Kinderbeauftragter für Bonames, bevor er das Amt aus privaten Gründen niederlegte. Doch auch heute noch „bin ich täglich im Viertel unterwegs“. Wann immer er – vor allem bei Sonnenschein – am Spielplatz am Harheimer Weg vorbeikommt, „ist der proppenvoll“. Das habe auch mit der Sanierung zu tun. Eine solche fordert Klimek seit Jahren für den Spielplatz im südlichen Bereich des Ben-Gurions-Rings, aber da tut sich nichts. Von diesem Manko abgesehen, ist Klimek aber sehr zufrieden.

Dass unter seinem Rückzug als Kinderbeauftragter die Angebote für Kinder leiden würden, ist nämlich nicht so. Klar, sagt Klimek, „mehr geht immer“. Viele weitere Spielplätze gibt es nicht, insgesamt nur drei, dafür liegen zwei direkt hinter der Quartiersgrenze in Nieder-Eschbach.

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