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Bonames Nie wieder Stifte suchen

Dirk Smieja baut kleine Helfer für die Dinge des Alltags. Bislang vertreibt er seine Haushaltshelfer nur als privates Hobby.

Smieja
Dirk Smieja ist leidenschaftlicher Bastler. Foto: Christoph Boeckheler

Jeder kennt das: Man öffnet eine Rechnung, will sich am nächsten Tag damit beschäftigen und legt sie irgendwo hin. Nur wohin genau, das ist bald nicht mehr so klar. Oder Stifte: Immerzu wird einer gesucht, doch meist liegt der nächste nicht in dem Raum, in dem man gerade selbst steht. Aus einer kleinen, neun Quadratmeter großen Hobbywerkstatt in Bonames könnte die Lösung für das Problem kommen. Dirk Smieja baut dort seine „Ordnungshüter“ und „Schreibtischtäter“, die er unter dem Label „Picum“ verkauft. Online im Internet und auf Märkten.

Sinn und Zweck seiner Werke sind schnell erklärt. Beide Objekte sollen helfen, Ordnung zu schaffen. Eine Holzplatte wird mit Schlitzen und Löchern versehen, in denen dann Rechnungen und Stifte, aber auch Karten, Schlüssel, Handys oder sonstige Dinge, aufbewahrt können. Smiejas Höhepunkt: Die Anfrage eines Kunden, der gerne das Hörgerät der Oma immer griffbereit haben möchte. An einem festen Ort, den man immer wieder findet. Der „Ordnungshüter“ kommt dabei an die Wand, der „Schreibtischtäter“ steht auf dem entsprechenden Möbelstück.

Dirk Smieja wohnt an der Homburger Landstraße in Bonames, er arbeitet bei einem großen Konzern im Management und ist dort für den Verkauf zuständig. „Das Basteln war immer mein Hobby, meine Leidenschaft“, erzählt der 41-Jährige. So hat er früher schon einmal selbst einen Waschbeckenunterschrank gebaut, weil alle gängigen Modelle nicht passten. Oder ein drei mal zwei Meter großes Bett, in das er, seine Frau und beide Kinder reinpassen. Auch ein altes Scheunentor hat er von einem Bauernhof gerettet und im eigenen Haus eingebaut. Irgendwann hatte Smieja eine alte Arbeitsplatte in der Hand, die „zum Wegschmeißen zu schade, zum Verbauen zu klein war“.

Also fing er an, etwas zu experimentieren, sägte – „warum, weiß ich heute selbst nicht mehr“ – ein paar Schnitte rein und stellte fest, dass sich nun damit Karten einsortieren ließen. Schnell kamen andere Utensilien dazu, „der ganze Krimskrams, der so im Haus rumfliegt“, erinnert er sich.

Ein weiterer Zufall brachte ihn dann dazu, sein Projekt größer aufzuziehen. Ein Freund machte ihn auf den Markt im Hof in Sachsenhausen aufmerksam, bei dem Erzeuger aus dem Umland ihre Waren anbieten. Dirk Smieja eröffnete einen Stand, verkaufte direkt drei Bretter, knüpfte Kontakte, bekam Feedback – und sah, welches Potenzial seine Idee hatte.

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