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Berkersheim Weiter warten auf Kerb-Platz

Dem Kerbeverein ist die Fläche der Bahn zu klein. Nun suchen beide Seiten nach einer Lösung, möglichst nahe am derzeitigen Standort. Der Lärm durch die Bauarbeiten wird von einem Gutachter vor Ort beobachtet werden.

In der vergangenen Woche schien die Berkersheimer Kerb gerettet, nun gibt es doch wieder Unklarheiten: Der Kerbeverein ist mit der Fläche an der S-Bahn-Station (die FR berichtete) nicht zufrieden. Der Vereinsvorsitzende Dieter Wolff liebäugelt nun mit einer Fläche unweit des alten Kerbplatzes, etwas nördlich der Halle des Reit- und Fahrvereins Niddertal.

Als das Angebot der Bahn kam, war Dieter Wolff zuversichtlich, doch dann stellte sich in einem Gespräch heraus, dass die angebotene Fläche zu klein ist. Sie befindet sich, von Harheim über den Bahnübergang kommend, direkt auf der rechten Seite, vor der Straße Auf der Sandeller.

Das Festzelt passt drauf. „Aber wir brauchen auch Toiletten, Wurstbuden und ein Kinderkarussell“, sagt Wolff. Bei der Bahn weiß man vom Platzproblem. „Uns wurden falsche Daten übermittelt“, sagt Keith Egloff von der Bahn, „es war von 18 mal 30 Metern benötigter Fläche die Rede.“ Man werde mit dem Kerbeverein nach Lösungen suchen.

Doch dieser sieht ein weiteres, viel gravierenderes Problem: „Das nächste Wohnhaus ist nur rund sechs Meter entfernt“, so Wolff. „Da würden wir gar keine Genehmigung für eine Kerb in dem Umfang, wie wir es kennen und wollen, bekommen.“

Bislang wurde die Kerb neben der Reithalle veranstaltet. Allerdings müssen sowohl der Platz als auch die Reithalle dem Ausbau der S6 weichen. Bei einer Veranstaltung mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) brachte dieser die Idee ein, die Kerb auf der Rasenfläche hinter der Reithalle auszurichten.

Wolff wandte sich nun in einer E-Mail an die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Die Fläche liege zwar im Grüngürtel, eine Zeltkerb ohne festen Platz müsste aber nach Ansicht von Wolff – Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) stimmt ihm da zu – möglich sein. Ein Sprecher des Umweltdezernats sagte, dass derzeit die Prüfung laufe. Die Untere Naturschutzbehörde sei dafür zuständig.

Halle soll weichen

Die Halle des Reit- und Fahrvereins soll demnächst weichen. Der Vereinsvorsitzende Lothar Bastian rechnet in dieser oder der kommenden Woche mit dem Abriss. Keith Egloff kann ebenfalls noch kein konkretes Datum nennen. Er weiß nur, „dass wir bis zum 28. Februar alle Rodungs- und Vegetationsarbeiten auf den umliegenden Grundstücken erledigt haben müssen, was wir auch einhalten werden“.

Spätestens dann werde es zum Abriss kommen. Die Rodungen sind nötig, um eine Baustraße einzurichten, über die Materialien für den Ausbau der S6-Gleise angeliefert werden. Aus zwei Gleisen sollen vier werden.

Direkt nebenan, östlich der Reithalle, starten in den nächsten Wochen auch die Arbeiten an der Eisenbahnunterführung Im Wiesengarten in Berkersheim. Harheimer Bürger und der dortige Ortsbeirat 14 befürchten, dass der dabei entstehende Baulärm über Grüngürtel und Nidda dringt und auch sie betreffen könnte.

Die Bahn will einen Gutachter vor Ort einsetzen. Sollte dieser Verstöße gegen Lärmschutzgesetze feststellen, würde er die Arbeiten unterbrechen und nach Lösungen suchen. Das könnten dann im Extremfall auch Gutscheine für Hotelübernachtungen für die Anwohner sein, wie es die Bahn im Sommer bei einer Infoveranstaltung bereits angekündigt hatte.

Die Messungen beschränkten sich zunächst auf die umliegenden Straßen in Berkersheim, sagt ein Bahn-Sprecher. Sollte der Gutachter allerdings dort Dezibel-Überschreitungen während der Arbeiten bemerken, schaue er, wie weit diese reichen. Wenn dann auch Harheimer betroffen sein sollten, würden die gleichen Ausgleichsangebote der Bahn gelten wie für die Menschen in Berkersheim. Der Sprecher ist aber guter Dinge, „dass wir darauf erst gar nicht zurückgreifen müssen“.

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