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Berkersheim Ortsvorsteher einigen sich auf Omegabrücke

Der Vorschlag für neuen Bahnübergang ist im Ortsbeirat umstritten.

Die Vorsteher der Ortsbeiräte 10, Robert Lange, und 14, Frank Immel (beide CDU), haben sich auf einen gemeinsamen Vorschlag hinsichtlich des neuen Bahnübergangs am Berkersheimer Bahnhof geeinigt. In der kommenden Sitzung des Ortsbeirats 10 bringt die CDU einen entsprechenden Antrag ein – mit dem die SPD so nicht einverstanden ist.     

Lange und Immel sind sich einig, dass eine Omegabrücke gebaut werden soll. Diese soll an die Berkersheimer Bahnstraße anschließen und von Landwirten genutzt werden. Die Brücke soll nur einspurig sein, eine Ampel den Verkehr so regeln, dass Autos immer nur in eine Richtung fahren können. Denn erklärtes Ziel beider Ortsvorsteher sei es, „den Durchgangsverkehr aus dem Niddatal herauszuhalten“, sagt Lange. Durch die Einspurigkeit werde der Bau günstiger, ergänzt Immel. Durch die Möglichkeit, dass über die Brücke die Busse fahren könnten, sei eine öffentliche Nutzung gegeben, die Voraussetzung für Fördermittel des Bundes sei. Vordergründig ginge es aber nicht um das Geld. „In die ganze Sache muss jetzt endlich Bewegung kommen.“

Bei einem Gespräch mit DB Netz sei deutlich geworden, dass es zur Inbetriebnahme der ausgebauten S6-Strecke „erst einmal gar keine Brücke“ gebe, sagt Immel. Zu lange sei die Planung nicht vorangekommen.

Bei der SPD im Ortsbeirat 10 stoßen Lange und Immel mit ihrem Vorschlag auf Widerspruch. Unter dem Titel „Zwei CDU-Ortsvorsteher außer Rand und Band“ wirft der SPD-Ortsverein Frankfurter Berg/Berkersheim Lange und Immel vor, Durchgangsverkehr in Kauf zu nehmen. Eine Ampel würde diesen nicht verhindern, sagt Ortsvereinsvorsitzender Stephan Kuhn, der Mitglied im Ortsbeirat ist. „Nutznießer wären letztlich nur die Pendler aus der Wetterau.“

Reine Schlammschlacht

Lange nimmt die Kritik gelassen. Das sei „ein Sturm im Wasserglas“, eine „Schlammschlacht in Wahlkampfzeiten“. Er erinnert daran, dass die Einigung mit Frank Immel von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) stets als Vorbedingung genannt worden sei, damit sein Dezernat tätig werde. Auch in beiden Ortsbeiräten wurde ein solches Gespräch thematisiert.

Die jetzt erzielte Einigung würde nicht dem Beschluss des Ortsbeirates 10 aus dem April widersprechen, auf den die SPD vehement hinweist. Damals wurde der Magistrat aufgefordert, mehrere Varianten zu prüfen. Darunter auch eine Omegabrücke. Bislang steht eine Stellungnahme aus. „Darum ist es unser gutes Recht, einen konkreten Vorschlag zu machen“, findet Lange. Immel will ihn am kommenden Dienstag auch in seinem Harheimer Ortsbeirat diskutieren.

Der Ortsbeirat 10 tagt am heutigen Dienstag, 23. Oktober, um 19.30 Uhr im Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2, in Eckenheim.

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