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Stadtentwicklung in Frankfurt OB Feldmann (SPD) geht Kontrahentin Weyland (CDU) scharf an

Die Frankfurter SPD stimmt sich im Gallus-Theater auf den OB-Wahlkampf ein. OB Peter Feldmann kritisiert CDU-OB-Kandidatin Bernadette Weyland wegen ihres Vorschlags zum neuen Stadtteil scharf.

OB-Wahlkampf
SPD-Parteichef Mike Josef kämpft mit Peter Feldmann dafür, dass dieser Oberbürgermeister bleibt. Foto: Rolf Oeser

Der Bau bezahlbaren Wohnraums wird in den kommenden Jahren die wohl größte Aufgabe der Stadt sein. Das hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der am 25. Februar für weitere sechs Jahre gewählt werden will, am Mittwochabend im sehr vollen Gallus-Theater deutlich gemacht. Eingeladen hatte die Frankfurter SPD, um eine Bilanz zu ziehen, was die Partei in der Koalition mit CDU und Grünen bewirkt hat. Klar ging der Blick aber nach vorne. Auf den Sitzen lagen Broschüren aus, in denen die SPD Erfolge Feldmanns preist und zur OB-Wahl aufruft. „Erfolgreich. Sympathisch. Feldmann“, ist zu lesen.

Ausdrücklich warb Feldmann am Abend für die Entwicklung des von der Koalition auf den Weg gebrachten, neuen Stadtteils im Nordwesten. Die CDU-Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl, Bernadette Weyland, griff er für ihren Vorschlag, nur das Gebiet östlich der Autobahn zu entwickeln und dafür etwa die Nordweststadt nachzuverdichten, scharf an. „Man kann nicht agrarische Flächen sichern auf Kosten unserer Kinder“, sagte Feldmann. Weyland erhalte mit ihrem Vorstoß vielleicht die Stimmen von 80 Bauern, habe aber die Stadt nicht verstanden.

Frankfurt sei eine sichere, soziale und ökologische Stadt, sagte Feldmann und stellte heraus, was er und die Dezernenten erreicht hätten. Als Erfolge nannte er die Begrenzung des Anstiegs der Mieten beim städtischen Wohnungskonzern ABG, dass die ABG nun zu 40 Prozent geförderten Wohnraum schaffe, die sinkenden Preise für den öffentlichen Nahverkehr oder auch die Schaffung einer Stabsstelle für Fluglärmschutz. Die Frankfurter SPD nannte er „wild entschlossen und kämpferisch“.

Auch der Frankfurter SPD-Chef und Planungsdezernent Mike Josef griff Weyland an. Er nannte es ein „starkes Stück“, dass eine OB-Kandidatin die Interessen von Nachbarkommunen vertrete und den Frankfurtern in den Rücken falle. Man dürfe die Zukunft der Stadt nicht parteipolitischen Zielen opfern.

Feldmann und die SPD stünden für eine soziale, weltoffene Stadt und blickten nach vorne. Die Herausforderungen seien schließlich groß. Als solche nannte Josef den Kampf für bezahlbaren Wohnraum, gegen Ausgrenzung, soziale Spaltung und Kinderarmut.

Ziel der SPD werde es sein, den rasanten Wandel der Stadt sozial zu gestalten, sagte Josef. 43 Prozent der Frankfurter hätten ein Nettoeinkommen von weniger als 2000 Euro im Monat. „Wenn wir nicht ihre Interessen vertreten, wird es niemand tun.“ Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden seien alles andere als oldschool.

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