Lade Inhalte...

Sport in Frankfurt Frankfurt gilt als „fitteste Stadt“

In Frankfurt geht laut einer Studie jeder Fünfte ins Fitnessstudio. Einige Unternehmen fördern die sportliche Aktivität ihrer Mitarbeiter.

Sport
Unternehmen in Frankfurt fördern die Fitness ihrer Mitarbeiter. Foto: dpa

Felicitas Herresthal, Inhaberin des Fitnessstudios MFT im Westend, trägt ein silbernes Band ums Handgelenk. Eines, das den Puls misst und Treppenstufen und Schritte zählt? „Nein, das ist nur Schmuck“, sagt sie.

Dass die Menschen gesünder lebten, Fitness in ihren Alltag einbauten, sei allerdings ein Trend. Entsprechend gut entwickelten sich die Fitnessstudios, deren Zahl wachse. In Frankfurt hat Felicitas Herresthal 83 Anbieter gezählt, von den günstigen Ketten wie McFit über inhabergeführte Studios wie MFT bis zu Premiummarken wie Meridian Spa. Die monatlichen Preise reichten von 20 Euro bis 100 Euro.

Beim „Medizinischen Fitnesstraining“ (MFT) kostet das Training plus Betreuung rund 75 Euro. Die Kunden kämen aus der Nachbarschaft, darunter Banker, Anwälte, Wirtschaftsprüfer. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die im selben Haus sitzt, schicke Mitarbeiter dorthin.

Das MFT gibt es seit zehn Jahren. Am Anfang stand eine Physiotherapie-Praxis am Oeder Weg, den eine der drei Inhaberinnen betrieb. Dann wurde das erste Studio im Grüneburgweg gegründet, das Fitness und Physiotherapie vereint. Vor drei Jahren kam das Studio in der Bockenheimer Landstraße hinzu.

Im Trainingsraum liegen Hanteln; Ein Mann macht Klimmzüge; eine Frau dehnt sich am Gerät. In weiteren Räumen stehen Physiotherapie-Bänke. Hierher kommen Patienten, um sich kneten zu lassen. „Das ist nicht nur Wellness“, sagt Felicitas Herresthal.

Heutzutage förderten auch Unternehmen die Aktivität ihrer Mitarbeiter, sagt sie. Die KfW bekomme Rabatte, damit die Mitarbeiter günstiger ins Studio kämen. Kanzleien würden für ihre Angestellten einen Teil des Monatsbeitrags übernehmen. „Jedes Unternehmen kann bis zu 500 Euro im Jahr steuerfrei für die Gesundheit der Mitarbeiter anlegen“, sagt sie und beruft sich das Sozialgesetzbuch.

Im Fitnessstudio zeichne sich ein „Gendershift“ ab, sagt Mitarbeiterin Paula Ludwig: Männer übten Yoga, Frauen machten Krafttraining. Morgens seien im Studio oft Rentner, die drei bis vier Stunden da seien, also überdurchschnittlich lang, ergänzt Felicitas Herresthal: „Die gehen in einen Kurs, machen Pause, halten ein Schwätzchen, üben dann an Geräten.“ Das Studio werde zum Treffpunkt, Freundschaften entstünden.

Wie sich die Geräte bedienen lassen, zeigt Studioleiter Dennis Hollowitz. Er hält ein Armband an eine Beinpresse, die sich exakt einstellt. Künftig würden Menschen Sport noch stärker in ihren Alltag einplanen, glaubt er, etwa an Bahnhöfen.

Vielleicht könne man bald auch in einem ICE der Deutschen Bahn trainieren.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum