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Silvester in Frankfurt Deutlich weniger Silvestermüll

Am Dienstag nach dem Jahreswechsel sind in der Innenstadt von Frankfurt kaum noch Überreste von Raketen und Böllern zu sehen. Es gibt deutlich weniger Silvestermüll.

Müll
Den Straßenreinigern spielt nach diesem Silvester das Wetter in die Hände. Foto: Christoph Boeckheler

Zwei Tage nach Silvester bestätigen sich die ersten Eindrücke der Reinigungskräfte, dass deutlich weniger Müll angefallen ist als im Vorjahr. Stefan Röttele von der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) sagt dazu: „Aktuell erscheint mir 20 Prozent weniger Silvestermüll nicht zu hoch gegriffen.“ Diese Zahlen seien allerdings nur vorläufig, denn erfahrungsgemäß ziehe sich das Verbrennen des Silvestermülls noch in den Januar hinein. „Über die Gründe für den Rückgang könne man nur spekulieren“, sagt Röttele.

In der Innenstadt deutet jedenfalls fast nichts mehr darauf hin, dass die Frankfurter zum Jahreswechsel noch fleißig feierten und böllerten. Kein Wunder, denn bis zum frühen Dienstagnachmittag verbrannte die FES schon stattliche 34 Tonnen Abfall von der Silvesternacht. Doch die insgesamt geringere Menge Müll dürfte nicht der einzige Grund für die schnelle Reinigung sein. „Auch das Wetter hat dieses Mal gut mitgespielt“, erklärt Röttele. „Bei niedrigen Temperaturen wie im letzten Jahr können die Kehrmaschinen nicht fahren, weil der Müll dann am Boden festfriert. Außerdem hat Streuen und Räumen Vorrang.“ Das blieb in diesem Jahr aus. Deswegen habe die FES alle 250 Mitarbeiter auf der Straße besonders effektiv einsetzen können. „Auch Angriffe auf FES-Mitarbeiter hat es glücklicherweise nicht gegeben“, berichtet Röttele.

Ein paar Überreste von der Silvesternacht finden sich dann aber doch. Auf dem Römerberg weisen die Fugen zwischen den Pflastersteinen eine rötliche Färbung auf, bedingt durch nasse Überreste von Böllern. Weil das Kopfsteinpflaster sehr empfindlich ist, kann die FES dort allerdings weder Kehrmaschinen, noch Hochdruckreiniger einsetzen. Deshalb muss der Regen Abhilfe schaffen.

Südlich des Mains ist es insgesamt weit weniger sauber als auf der Innenstadtseite. In einer engen Seitenstraße unweit des Eisernen Stegs stehen ausgebrannte Feuerwerksbatterien auf dem Gehweg. Unmengen an Verpackungsmüll und Teile von Raketen liegen auf der Fahrbahn. Und direkt am Main säumt etwa alle 50 Meter ein zusammengekehrter Haufen aus Silvester-Überresten den Weg am Ufer – Pizzakartons inklusive. Für die Reinigung des Ufers ist allerdings nicht die FES, sondern das Grünflächenamt zuständig.

Manch einer übt sich gar in der kreativen Müllbeseitigung. Da versucht ein Privatmann auf der Mainzer Landstraße doch tatsächlich, völlig durchnässte Böllerreste mit einem Laubbläser wegzuräumen – selbstverständlich ohne jeden Erfolg.

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