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Silvester in Frankfurt Bereit für die Silvesternacht

An Silvester wird die Polizei wieder ihre Präsenz in der Frankfurter Innenstadt erhöhen. Hinweise auf ein erhöhtes Sicherheitsrisiko wegen möglicher Anschläge gibt es nicht.

30.12.2015 12:48
Timur Tinç
Vor einem Jahr auf dem Lohrberg. Von dort oben sind die Skyline und das Silvesterfeuerwerk besonders gut zu sehen. Foto: ROLF OESER

Die Frankfurter Polizei sieht sich für die Silvesternacht gut gerüstet. „Die Vorbereitung ist wie jedes Jahr die gleiche“, sagt Polizeisprecher Rüdiger Reges. Eine erhöhte Sicherheitsgefahr besteht nicht. „Wir haben die Kräfte sensibilisiert, aber es gibt keine konkreten Hinweise auf Anschläge“, so Reges. Präsenz werden die Sicherheitskräfte vor allem am Mainufer zeigen, wo sich die meisten Menschen zum Jahreswechsel tummeln werden. „Dort kümmern wir uns in erster Linie um die Verkehrslenkung“, erklärt Reges. Brücken- oder Ufersperrungen könnten notwendig werden, falls dort das Gedränge zu groß wird.

Im vergangenen Jahr musste die Polizei zu 500 Einsätzen ausrücken, vornehmlich wegen „alkoholbedingten Streitigkeiten“, Schlägereien oder Bränden. „Je weiter die Nacht voranschreitet, desto enthemmter werden die Leute“, sagt Reges. Auch deswegen warnt Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) vor gefährlichen Böllern und dem übermäßigen Genuss von Alkohol. „Die schönste Silvesterparty ist schlagartig zu Ende, wenn der Notarzt oder die Feuerwehr gerufen werden muss“, so der Stadtrat.

Wetter wird kalt, aber trocken

Die Frankfurter Feuerwehr musste in der vergangenen Silvesternacht zu 80 Brandeinsätzen ausrücken. Der Rettungsdienst zu 200 Einsätzen. Feuerwerkskörper sollten deshalb mit der gebotenen Vorsicht gezündet werden. Illegal gekaufte Böller aus dem Ausland ohne BAM-Prüfsiegel dürfen nicht verwendet werden, ansonsten drohen Geld- und sogar Freiheitsstrafen, warnen die Sicherheitsbehörden. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Feuerwehr-Sprecher Thomas Koch. Bis auf mehr Personal in der Leitstelle werden aber keine zusätzlichen Maßnahmen getroffen. Einzig in einigen Problemvierteln der Stadt soll, falls notwendig, sofort die Landes- und nicht Stadtpolizei gerufen werden.

Viel zu tun werden auch die Frankfurter Taxifahrer haben. Zwei Drittel der Flotte wird unterwegs sein. Um kurz vor Mitternacht werden die Kollegen von Sven Adler aber zunächst ihre Taxis in die nächstbeste Tankstelle lenken und den Motor abstellen. Oder sie bleiben gleich in der Haltebucht stehen.

Während in der ganzen Stadt die Silvesterfeuerwerke den Himmel bunt erleuchten werden, warten die Frankfurter Taxifahrer in Ruhe ab, bis der erste Sturm vorbei ist. „Um 0:15 Uhr fangen die Kollegen dann an“, sagt Adler, der im Vorstand der Frankfurter Taxivereinigung sitzt. Richtig los geht das Geschäft für die Taxifahrer ohnehin erst um 1 Uhr – bis 9 oder 10 Uhr morgens.

„Vorbestellungen nehmen wir beim Jahreswechsel aber nicht an“, macht Adler klar. Es sind schließlich genügend Wagen auf der Straße. Allerdings würden viele kleinere Zentralen beim Jahreswechsel auch schließen. „Das Risiko einer Fehlfahrt ist ihnen zu groß“, erklärt Adler. Zu oft würden die Kunden bei mehreren Zentralen anrufen und dann in das erstbeste Taxi einsteigen.

Einige Kollegen, so Adler, würden an Silvester grundsätzlich nicht fahren. „Einer hat sich zweimal die Reifen kaputtgefahren“, berichtet Adler. Andere finden es schlicht zu gefährlich. An ein so gutes Geschäft, wie am 1. Januar 2015 glaubt Sven Adler allerdings nicht. „Das Wetter ist nicht auf unserer Seite“, sagt Adler. „Etwas Schnee wäre schön.“ Den wird es in Frankfurt aber nicht geben, sagt Meteorologin Christina Speicher vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. „Es wird trocken, in der Nacht kann sich jedoch Nebel bei Temperaturen um die ein Grad bilden“, so Speicher. Einen Sternenhimmel wird es nur dank der Raketen vom Boden geben.

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