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Sicherheitskonzept Fastnachtsumzug ohne Betonsperren

Beim Umzug am Sonntag wird es keine Durchfahrtssperren geben, dennoch: Rund ein Viertel des Etats werden in die Sicherheit investiert.

Frankfurter Fastnachtszug
Im vergangenen Jahr hatte die Frankfurter Polizei beim Karnevalsumzug nur wenig zu tun. Foto: Michael Schick

Der Große Rat wird auch in dieser Kampagne für den Fastnachtsumzug am Sonntag deutlich mehr Geld ausgeben müssen, als in früheren Jahren. Präsident Axel Heilmann schätzt, dass jeder vierte Euro ins Thema Sicherheit investiert werden muss. Rechne man mit ein, dass auch beim Bau der Motivwagen Geld für entsprechende Vorkehrungen in die Hand genommen werden muss, seien es sogar 70.000 der 170.000 Euro Gesamtkosten, die in die Sicherheit fließen.

Dabei verzichten die Organisatoren, anders als im vorigen Jahr, auf Betonsperren. 2017 hatten entlang der Zugstrecke noch 62 der tonnnenschweren Betonquader als Durchfahrtssperren fungiert. Das sei für eintägige Veranstaltungen aber vom An- und Abtransport zu aufwendig, erläuterte Polizeidirektor Tim Heinen. Daher werden in diesem Jahr 19 Großfahrzeuge der Müllentsorger FES als Straßensperren zum Einsatz kommen. Die seien mobiler, um auf bestimmte Situationen reagieren zu können, sagte Heinen.

Ganz kommen die Narren um das Verräumen von Betonquadern aber nicht herum. Denn die von der Stadt unlängst aufgestellten Betonpoller an der Hauptwache verhindern die Durchfahrt der großen Motivwagen, weswegen zwölf Quader für die Veranstaltung versetzt werden müssen. Auch eine neue Laterne am Fahrtor muss dem Umzug weichen. Allein deren Versetzung koste 6000 Euro, wie Zugmarschall Mario Wollnik verriet.

Aber ein bisschen Geld für den Umzug selbst ist noch übriggeblieben. Zum Beispiel hat allein der Große Rat 10.000 Euro für Wurfmaterial wie Blumen und Knöllchen in die Hand genommen. Apropos Knöllchen: Auch in diesem Jahr wird wieder abgeschleppt, sollten Autos am Sonntagmorgen noch auf der Zugstrecke geparkt sein. Wie im vergangenen Jahr sollen die Halteverbotsschilder wieder rechtzeitig aufgestellt werden. Allerdings mussten damals trotzdem 68 Autobesitzer die Erfahrung machen, dass die Androhung des Abschleppens ernstgemeint ist.

Zugmarschall Wollnik präsentierte dann noch Bilder einiger Motivwagen, auf die sich die erwarteten gut 300 000 Zuschauer entlang der Strecke freuen können. US-Präsident Donald Trump ist als Baron Münchhausen auf einer Kanonenkugel unterwegs, der türkische Präsident Recep Erdogan als Sonnenkönig Ludwig und Oberbürgermeister Peter Feldmann als Phönix, der aus der Asche des Goetheturms steigt. Zum Glück gibt es aber auch ein paar Konstanten in der Welt. So konnte der Kopf von Angela Merkel erneut verwendet werden, und, der Konstanz der Eintracht sei Dank, wird Trainer Niko Kovac wieder als Supermann in die Menge strahlen. Kurzfristig sollte auch noch Eintracht-Präsident Peter Fischer einen Platz bekommen, aber Amtskollege Heilmann gestand: „Das Pappmaché war alle.“

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