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Sephora in Frankfurt Massenandrang bei Sephora-Eröffnung in Frankfurt

Die französische Kosmetikkette Sephora eröffnet auf der Zeil in Frankfurt eine Filiale. Tausende Fans wollen beim Verkaufsstart dabei sein.

Sephora in Frankfurt
Eröffnung des Flagship-Store von Sephora auf der Zeil. Foto: Michael Schick

Platzangstgefühle kommen auf, vor allem wenn man vorne oder mittendrin steht. Ein Mädchen zittert, hat eine Panikattacke. Auch andere müssen von der Security rausgezogen werden. Vor allem junge Frauen schreien am frühen Donnerstagabend auf der Zeil um ihr Leben. Könnte man meinen. Dabei ist es eigentlich nur die Eröffnung der Frankfurter Filiale der Kosmetikkette Sephora.

Die Rufe nach Huda, dem angekündigten Superstar der Beauty-Blogger-Welt, und die Aufforderung, doch endlich die Türen „aufzumachen“, werden immer lauter. Laut Polizei sind es zwischen 1500 und 2000 Menschen, die sich unweit der Hauptwache versammelt haben. Dabei hörte sich das am Mittwoch noch alles ganz lässig an: „Eröffnung morgen“, kündigte die Kosmetikkette auf Instagram an. Fast 5000 Likes waren schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was am Donnerstag folgte. Security ist da, Sanitäter, die Polizei. Eigentlich sollte es um 16 Uhr losgehen mit der Eröffnung. „Aber die Sicherheit unserer Kunden geht vor“, sagt Miriam von Loewenfeld, Deutschland-Chefin von Sephora. 

Sephora Liebling in der Szene 

Warum aber der Trubel, das Kreischen? Zum einen ist es das erste Geschäft der französischen Kette, die in Frankfurt eröffnet. Für eingefleischte Kosmetikfans ist das eine ziemlich große Sache, das 1969 gegründete Unternehmen, das neben der Hausmarke auch Produkte von rund 300 anderen Anbietern verkauft, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Liebling in der Szene gemausert. Vor allem junge Mädchen fühlen sich von der Eigenmarke Sephora angesprochen, mit Lipgloss und Rouge für jeweils rund zehn Euro passt die Marke auch zum Taschengeldbudget. Es ist aber vor allem die Gästeliste, die Tausende Fans auf die Zeil treibt: Fast 50 Influencer ließ die Kette einfliegen. Junge Leute also, die auf sozialen Medien und Blogs von ihrem Alltag, oft auch von Kosmetik und Mode berichten.

Bloggerin Huda Kattan bei der Eröffnung dabei

Unter diesen zumindest für junge Social-Media-Fans hochkarätigen Gästen ist so eben auch der Superstar Huda Kattan aus Dubai. Die Influencerin hat nicht nur eine eigene Kosmetiklinie für Sephora entwickelt, sondern versammelt allein auf ihrem Instagram-Profil rund 29 Millionen Anhänger aus aller Welt. Dass sie nach Frankfurt komme, „um Fans zu treffen“, hatte sie dort angekündigt, rund 90000 Usern gefiel das. Leider ist es dann aber so was von nicht möglich, dass sie rauskommt. Genau, weil es einfach sonst gefährlich werden würde. Für sie und die Fans. So bleibt Huda im ersten Stock des Ladens. Ihre kurze Ansprache mit „Love you guys. You look all so beautiful“ wird auf einer riesigen Leinwand übertragen. Die Fans schreien nach ihr, filmen die Leinwand ab, in dem sie sich auf die Sitzbänke auf der Zeil stellen.

Vanessa (30) aus Nauheim sagt: „Ich hatte gehofft, dass Huda mir ihre Lidschattenpalette unterzeichnet. Das kann ich knicken.“ Azra (14) erzählt: „Ich wollte Hudas Parfüm probieren und ein Selfie. Ich bin traurig, dass das nicht klappt.“ Yasmin (17) aus Wiesbaden ist genervt: „Ich stehe hier schon seit 12 Uhr. Ich weiß gar nicht mehr warum. Ach ja, ich wollte mir die Beautypalette anschauen.“ Dann um 17 Uhr öffnen sich endlich die Pforten. „Wir lassen die ersten 100 rein. Bitte nicht von hinten drücken“, sagt die Security. Die ersten Fans, die rein dürfen, klatschen sich ab.

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