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Senckenberg-Museum Forscher für einen Tag

Rund 6000 Besucher nutzten die Sonderaktionen zum Familientag im Senckenberg-Museum – und konnten die Natur spielerisch entdecken.

Familientag im Senckenberg Museum
Die kleine Lennya hat das Skelett eines Zwergelefanten entdeckt. Foto: Rolf Oeser

Für viele Kinder ist bereits der Tyrannosaurus Rex draußen vor dem Museum der Höhepunkt. Sie halten inne und staunen. „Der ist aber groß, Papa“, sagt ein kleiner Junge. „So groß wie das historische Vorbild“, vermutet der Vater. Noch schnell ein Foto mit der Figur, bevor es weiter ins Senckenberg geht. Dort findet am Sonntag letztmals eine Jubiläumsveranstaltung statt. Abgerundet wird das 200-jährige Bestehen mit einem Familientag.

Im Naturmuseum ist heute alles anders. Im Foyer herrscht dichtes Gedränge. Die Besucher versammeln sich zu Orientierungszwecken. Etliche Schilder verweisen anlässlich des Familientages auf Sonderaktionen.

Der erste erfreuliche Hinweis am Eingang besagt, dass jeder Gast über die Höhe des eigenen Eintrittspreises entscheidet. Daraufhin begeben sich viele Besucher direkt in den Ausstellungsbereich.

Der Pulk drängt gerade aus, folgt den fossilen Fußabdrücken der Ankylosaurier und der Sauropoden. Die Spur verläuft sich in der Dino-Halle im Erdgeschoss. Die Blicke richten sich nun nach oben. Schnell wird klar: Auch hier spielt der T. Rex die Hauptrolle. Um den Abguss des in Montana (USA) ausgegrabenen Skeletts drängen sich mit Abstand die meisten Besucher. Neben dem Publikumsliebling unter den Dinos werden in der Halle auch zwei echte Schädel eines Triceratops und das Skeletts eines Edmontosaurus ausgestellt.

Von den Sauriern geht es weiter zum Marktplatz im Saal der Wale und Elefanten. Dort findet am Sonntag unter anderem das Kinderschminken statt. „Es ist heute der am stärksten frequentierte Stand“, weiß Viorica Stemmler, Organisatorin des Familientages. Ob Dino oder Schildkröte, Schmetterling oder Mammut – jeder individuelle Wunsch wird mit Pinsel und Farbe umgesetzt. Der Stand stellt nur eine von insgesamt 15 Stationen dar, die am Familientag neben den regulären Ausstellungen angesteuert werden können. Verknüpft sind die auf drei Etagen verteilten Etappen über ein „Forscher-Quiz“.

Wie viele Halswirbel hat eine Giraffe? Wo entstehen Plutonite genannte Gesteine? Was können Bodentiere fressen? Diesen und vielen anderen Fragen können die Besucher des Familientages im Quiz auf den Grund gehen. Um die Antworten zu ermitteln, müssen sie Experimente durchführen, sich von einem Guide beraten lassen oder ihre Sinne einsetzen – etwa Pflanzenarten ertasten.

Oder einen Blick durch ein Mikroskop werfen Gleich neben dem Marktplatz zum Beispiel, wo sich die Anatomieabteilung befindet, können lebendige Bodentiere unter die Lupe genommen werden. Darunter ein Weberknecht, eine Rindenlaus und eine Assel. Bei Letzterer gilt es, die Anzahl der Beine zu zählen. Wer alle zehn Quiz-Fragen richtig beantwortet, der wird mit einer Anstecknadel als „Senckenberg-Experte“ ausgezeichnet.

„Ein Ziel der heutigen Veranstaltung ist es, Natur zugänglich zu machen und einen reflektierten Umgang mit ihr zu ermöglichen“, betont Judith Jördens, Sprecherin der Senckenberg Gesellschaft. Beim Familientag werden die Kinder vor allem spielerisch an die Naturforschung herangeführt. Neben dem Forscher-Quiz werden diverse Bastel- und Malaktionen angeboten. So können die Besucher eigene Postkarten mit Saurier-Motiven drucken, Tier-Masken basteln oder Fossilien abzeichnen.

70 Millionen Jahre in der Zeit zurück: Im ersten Obergeschoss begeistert eine Virtual-Reality-Brille kleine und große Besucher gleichermaßen. Die Wartezeit ist lang; das Strahlen auf den Gesichtern der Teilnehmer zeigt jedoch – es lohnt sich. Immer zwei Personen zeitgleich können die Zeitreise wagen. Sie nehmen auf einer Empore mit Blick auf die Saurier-Halle Platz.

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