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Schulschwimmbäder in Frankfurt Alle Schulschwimmbäder erhalten

Die GEW lehnt das Bäderkonzept der Stadt Frankfurt ab und fordert dezentrale Lösungen. Alle Schulschwimmbäder sollen erhalten bleiben.

Schwimmen in Frankfurt
Unterricht im Schulschwimmbad der Liebigschule. Foto: Christoph Boeckheler

Der Frankfurter Bezirksverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert die Stadt auf, alle sieben Schulschwimmbäder zu erhalten und zu sanieren. Ausdrücklich pochen die Gewerkschafter dabei auf einen Neubau des Schwimmbads in der Ernst-Reuter-Schule.

Diesen fordert auch die Personalversammlung der Gesamtschule in der Nordweststadt vehement ein. In einer Resolution kritisiert sie, dass die Lehrschwimmhalle nach dem städtischen Bäderkonzept offenbar nicht saniert oder neu gebaut werden soll, sondern komplett wegfällt. Das stehe in eklatantem Widerspruch zum Aktionsplan Schule und zu wiederholten Versprechungen des Stadtschulamts, kritisierten die Lehrer.

Die GEW fordert die Stadt nicht nur auf, die vorhandenen Schwimmhallen zu erhalten. Angesichts der wachsenden Stadt müssten aber auch zusätzliche Schulschwimmbäder entstehen, heißt es. Zentralisierte Lösungen für das Schulschwimmen, wie sie Sportdezernent Markus Frank (CDU) vor kurzem im Ortsbeirat 2 beschrieb, lehnt die Gewerkschaft ab.

„Jede Schließung hat große Auswirkungen auf benachbarte Schulen und Sportvereine, die die Halle mitbenutzen, führt zur höheren Belastung der öffentlichen Bäder und Kürzungen des Unterrichts, zu größeren Transportwegen, Zeitverlusten und Kosten“, argumentiert die GEW. Zudem sei es für inklusive Klassen besonders wichtig, dass die Kinder in einer vertrauensvollen überschaubaren Umgebung schwimmen lernen.

Weber soll zuständig sein

Völlig falsch findet die GEW, dass die Stadt die Bäderbetriebe mit der Erarbeitung des Bäderkonzepts beauftragt hat, in dem auch die Schulschwimmbäder eine Rolle spielen. Die städtische Gesellschaft sei schließlich nicht befugt, Schulentwicklungsplanung zu betreiben. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) müsse öffentlich klarstellen, dass ihr Dezernat nach wie vor die Hoheit über die Schulentwicklungsplanung und damit auch über die Anzahl, die Standorte, Neubauten und Sanierungen der Schwimmhallen habe, fordert die GEW.

Die Stadt Frankfurt will in den kommenden Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in die Schwimmbäder investieren. Das Rebstockbad soll für geschätzt 86 Millionen Euro abgerissen und durch ein Freizeit- und Erlebnisbad an selber Stelle ersetzt werden. Weitere Großprojekte sind der Bau eines Familienbades westlich der Eissporthalle, das das alte Panoramabad ersetzten soll, und die Errichtung eines Schwimmsportzentrums auf dem Gelände der Sportuniversität in Bockenheim. Das dort entstehende 50-Meter-Becken sollen nach dem Bäderkonzept außer Vereinssportlern und Studierenden auch die Ernst-Reuter-Schule und die Liebigschule nutzen.

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