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Schulen in Frankfurt Weg frei für zehn neue Schulen

Das hessische Kultusministerium genehmigt den Schulentwicklungsplan für Frankfurt ohne Auflagen. Der Weg für zehn neue Schulen ist damit frei. Die drei reinen Hauptschulen in Frankfurt laufen hingegen aus.

Genehmigt: Die Sophienschule wird auslaufen. Foto: Rolf Oeser

Drei Tage vor der Kommunalwahl verkündet Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) Neuigkeiten, die für sie „ein Grund zum Feiern“ seien. Denn am Donnerstag kam die Nachricht aus dem Hessischen Kultusministerium: Der Schulentwicklungsplan (SEP) für Frankfurt ist genehmigt. Und zwar ohne Auflagen. „Das ist ein Novum, das hat es in den vergangenen 40 Jahren noch nie gegeben“, sagt Sorge.

Es hat allerdings ein bisschen gedauert, bis der neue Plan vorlag, der bis 2019 festlegt, welche Schulformen in welcher Größenordnung benötigt werden. Jahrelang hatten Eltern, Lehrer, Schüler und Opposition einen neuen SEP gefordert, denn der jüngste Plan für Frankfurt mit seinen rasant wachsenden Schülerzahlen stammt von 2007. Ein neuer Plan sei überfällig, wurde die Opposition nicht müde zu betonen. Sorge sagte immer wieder, sie wolle einen SEP nicht schnell vorlegen, sondern gründlich diskutieren.

Und so initiierte sie vor zwei Jahren dann ein breit angelegtes Beteiligungsverfahren – statt ein paar Menschen in Amtsstuben diskutierten Hunderte Lehrer, Schüler, Eltern, Politiker und Vertreter von Ämtern, Verbänden und freien Trägern in „Werkstätten“ über die Zukunft der Schullandschaft. Die Ergebnisse ließ ein externes Institut in den SEP-Entwurf einfließen.

Nun ist der Plan genehmigt und der Weg für zehn neue Schulen frei; die drei reinen Hauptschulen werden in Frankfurt auslaufen. „Formal betrachtet können wir jetzt mit der Bauplanung beginnen“, sagt Sorge. Aber da bereits im Sommer drei der neuen Schulen eröffnen sollen, habe man schon im vergangenen Jahr mit der Planung begonnen.

Auch wenn das Ministerium keine Auflagen gemacht hat, gibt es dennoch Anmerkungen im Erlass. Etwa, wie in den Folgejahren der „wahrscheinlich steigende Bedarf an Oberstufenplätzen zu decken sein wird“. Sorge nimmt es als Hinweis, dass „wir auf die Zahlen achten sollen“. Aber wenn die Oberstufen nicht reichen sollten, dann werde „nachjustiert“.

Der neue SEP geht über die reine Schulorganisation hinaus. „Es geht auch darum, wie Schule inhaltlich weiterentwickelt werden soll“, sagt Sorge. So soll die Stadt etwa in Bildungsregionen aufgeteilt werden, in denen Schulen und Akteure in den Stadtteilen vernetzt werden. „Wir haben nun ein gefülltes Hausaufgaben-Heftchen“, sagt Sorge, „das wir abarbeiten müssen.“

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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