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Schulen in Frankfurt Steigendes Gewaltpotenzial befürchtet

Beim Bau von Schulen geht es in Frankfurt nur in kleine Schritten voran. Indessen werden durch die Überfüllung Probleme erwartet.

Bauarbeiten
Ein Bauarbeiter hebt auf einer Baustelle ein Brett in die Höhe. (Symbolfoto) Foto: dpa

Schüler und Eltern sind besorgt. Die Schülerzahlen steigen, die Plätze in der Stadt reichen gerade so und „fürs nächste Jahr ist noch keine neue Schule in der Pipeline“, sagte Stadtelternbeirat Eckhard Gathof am Montag im Bildungsausschuss. Auch Stadtschülersprecher Kevin Saukel monierte, dass ohne weitere Schulgründungen im nächsten Jahr die bestehenden Schulen übervoll sein werden. „Es gibt ohnehin viele Probleme an Schulen, das würde uns vor weitere stellen“, sagte er. „In überfüllten Schulen wird im Alltag das Gewaltpotenzial steigen.“

Gathof und Saukel appellierten an Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD), den Schulentwicklungsplan zu aktualisieren. Einen Entwurf hat Weber vorgelegt, aber der Magistrat hat ihn noch nicht beschlossen. Er sieht eine neue Grundschule am Riedberg, eine IGS und ein Gymnasium für 2019 vor. „Es gab noch Abstimmungsbedarf im Magistrat, heute Morgen haben wir gemeinsam aber eine gute Lösung gefunden“, so Weber. Die würde nun eingearbeitet, sodass der Magistrat den Plan Freitag beschließen könne. 

Probleme bei Querverweisungen

Abstimmungswünsche hatte es in der Koalition aus CDU, SPD und Grünen vor allem von den Christdemokraten gegeben. „Es war uns wichtig, dass die Bedarfe gedeckt werden“, sagte Sabine Fischer (CDU). Probleme gebe es bei Querverweisungen – also mit Schülern, die die Schulform wechseln müssen, weil sie etwa Nachprüfungen an Gymnasium oder Realschule nicht bestehen. Für sie müssten Plätze „ab der sechsten und siebten Klasse in Haupt- und Realschulen geschaffen werden“, so Fischer. In der Koalition seien nun alle kompromissbereit gewesen und die Aktualisierung könne auf den Weg gebracht werden.

Doch auch bei bereits beschlossenen Schulen kann es Probleme geben. Die Oberstufe an der Carlo-Mierendorff-Schule sollte 2019 eröffnen. Doch es kam zu Verzögerungen beim Bau, weil ein unterlegener Bewerber klagte, 2019 war nicht haltbar. Nun könnte es noch länger dauern: Das Unternehmen, das den Zuschlag erhalten hatte, hat sich zurückgezogen. „Es dauerte ihnen alles zu lange“, sagte Weber. Nun muss neu ausgeschrieben werden. Wann begonnen wird, konnte Weber nicht sagen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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