Lade Inhalte...

Schulen in Frankfurt Solarmobile gehen an den Start

880 Schüler schicken in Frankfurt auf dem Römerberg ihre Solarboote und Solarautos ins Rennen. Die Sonne schickt ihnen in diesem Jahr genügend Energie.

Frankfurter Solarrennen
210 Solarboote gingen an den Start – zusammengebaut aus allerlei Plastikmüll. Foto: Christoph Boeckheler

Die Sonne muss gewusst haben, dass ein wichtiger Wettbewerb ansteht. Bei dem sie selbst eine entscheidende Rolle spielt: Das Solarrennen der Schulen auf dem Römerberg. Und so hat sie sich ins Zeug gelegt, strahlt am Dienstag vom Himmel herunter, um den Schülerinnen und Schülern für ihre Solarmobile so richtig viel Energie zu schicken.

Allerdings hat sie ein paar Jahre gebraucht, um das mit dem Solarrennen in ihren Terminkalender aufzunehmen. Schließlich ist es das 11. Rennen und „es ist das erste Mal, dass wir nicht zitternd auf den Wetterbericht für den Tag geguckt haben“, sagt Monika Krocke vom Verein Umweltlernen, der das Rennen organisiert.

Über fehlende Sonnenenergie kann also keiner der rund 880 Kinder und Jugendlichen aus zehn Grundschulen und 16 weiterführenden Schulen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet meckern. Wenn eines der selbstgebauten Boote im Wasserbecken umkippt, ein Auto gegen die Bande der Rennstrecke fährt, dann gibt es andere Gründe. Passiert dem Auto „Blauer Reifen“ aber zum Beispiel nicht. Das flitzt zum Sieg in der Zwischenrunde. Denn Annika, Sechstklässlerin an der Helmholtzschule weiß, worauf es ankommt. „Die Achsen müssen parallel stehen, sonst fährt es schief.“

Das Solarrennen ist ein Bildungswettbewerb. Die Teilnehmer bekommen für ein Boot etwa eine Solarzelle, einen Motor und eine Luftschraube und bauen es dann in AGs, im Sachunterricht, im Wahlpflichtunterricht zusammen. Dabei setzen sie sich praktisch mit den Themen Umweltschutz und regenerative Energien auseinander. „Das hat eine andere Anziehung als einfach den Stromkreislauf zu erklären“, sagt Krocke. Beim Bau der Solarmobile habe man auch Spaß. Der Nachwuchs werde so schon für diese Themen sensibilisiert.

Ansonsten geht es beim Rennen darum, wer der Schnellste ist. Da werden auf dem Römerberg Boote mit Namen wie „Eintracht Pokalsieger“ (scheitert im Halbfinale) angefeuert. Aber auch Kreativität wird belohnt. Auf manchen Booten fahren Mini-Elefanten mit. Auf einem Auto ist der Hammering Man angebracht. Und einer hat wohl die Plattensammlung der Eltern geplündert und die Singles als Räder angebracht. Auf das Lied „Ein Berchtesgadener Dirndl und ein Reichenhaller Bub“ muss nun bei Familienfeiern verzichtet werden.

Die Erst- und Zweitplatzierten in den Autokategorien fahren im September nach Chemnitz zur neunten Deutschen Meisterschaft der Solar-Modellfahrzeuge. Hoffentlich hat die Sonne sich den Termin schon eingetragen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen