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Schulen in Frankfurt Rennspaß mit der Sonne

750 Schüler aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet schicken am Römerberg in Frankfurt ihre Solar-Fahrzeuge los.

21.06.2016 17:15
Björn Beseler
Der elfjährige Mika hilft mit einer Lampe nach. Foto: peter-juelich.com

Länglich, dreieckig, tiefergelegt oder mit riesigen Reifen – beim neunten Frankfurter Solarrennen rund um den Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg gehen die Schüler und Schülerinnen am Dienstag unter dem Motto „Sonne bewegt!“ mit den unterschiedlichsten Modellen an den Start. Mit dabei sind dieses Jahr zehn Grundschulen sowie 20 weiterführende Schulen aus Frankfurt, dem Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus aus Fulda, welche insgesamt rund 750 Schüler aus 41 Klassen ins Rennen schicken.

Anfangs müssen die Jugendlichen noch ein wenig nachhelfen und mit kleinen LED-Strahlern neben ihren Autos herlaufen, damit sie sich vom Fleck bewegen. Doch als im Laufe des Vormittags dann allmählich die Sonne hervorkommt, flitzen die kleinen Solarmodelle auch von selbst über die Rennbahn. Während die Grundschüler am Wasserbecken ihre zumeist aus Styropor oder leeren Wasserflaschen gebastelten Solarboote ins Rennen schicken, treten die Klassen der weiterführenden Schulen nebenan mit kleinen, solarbetriebenen Rennwagen gegeneinander an. Gesucht ist das schnellste Gefährt unter den rund 200 Booten und 300 Autos, aber auch den schönsten und kreativsten Modellen winkt die Chance auf einen Platz auf dem Treppchen.

Beim parallel stattfindenden Kreativwettbewerb liegt der Schwerpunkt speziell auf den besonders aufwendigen und liebevoll gestalteten Modellen. Je bunter und auffälliger, desto besser. Hier findet man alles von Straßenkehrmaschinen mit rotierenden Bürsten bis hin zu riesigen Flugzeugträgern oder ganzen Space Shuttles samt Startrampe. Im Mittelpunkt stehen aber dennoch die Wettrennen, wo die Jugendlichen lauthals ihre Klassenkameraden anfeuern.

Sara und Christina gehen mit ihrem Modell für die 8b der Frankfurter Bettinaschule an den Start. „Er ist zwar nicht besonders kreativ und eher schlicht, aber dafür umso schneller“, beschreiben die beiden ihren flachen, roten Flitzer, den sie liebevoll „Christina-Saralicious“ getauft haben. Einen Monat lang haben sie im Wahlfach Forschungslernen einmal die Woche an ihrem Rennwagen getüftelt und sich damit letztlich gegen alle anderen Zweiergruppen ihrer Klasse durchgesetzt. Bis ins Viertelfinale schaffen es die beiden damit, bis sie sich schließlich dem glänzend weißen „Protokoll Omega“, dem Modell der späteren Sieger der Schule am Ried in Bergen-Enkheim, geschlagen geben müssen. Unter den Grundschulen konnte sich die 4d der Riedbergschule mit ihrem Rennboot „Sky Fall“ durchsetzen.

Die Gewinner können sich über Urkunden und Solargeräte des Sponsors Mainova freuen. Ob das Solarrennen nächstes Jahr in seine zehnte Runde gehen wird, steht jedoch noch auf wackligen Beinen – nach dem Ausstieg von Mainova muss ein neuer Sponsor gefunden werden.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt
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