Lade Inhalte...

Schulen in Frankfurt Frankfurter Schulen bekommen WLAN

Nach monatelangem Streit in der Koalition soll nun an den Frankfurter Schulen die digitale Wende eingeleitet werden. 14 Pilotschulen können zunächst drahtlos ins Internet.

iPads
Die Koalition läutet die digitale Wende an den Schulen in Frankfurt ein. Foto: Imago

Nach monatelangem Streit läutet die Koalition nun die digitale Wende an den Schulen in Frankfurt ein: CDU, SPD und Grüne haben sich am Dienstag auf ein Konzept geeinigt, wie die Stadt Schulen mit WLAN ausstatten will. Vorangegangen war ein heftiger Streit zwischen Christ- und Sozialdemokraten, der sich zu einer großen Belastung für die Römer-Koalition ausgewachsen hatte.

Beschlossen ist nun zunächst ein Modellversuch, doch das Ziel ist klar:  In fünf Jahren sollen dann alle Schulen WLAN erhalten haben. Damit Frankfurts Schüler und Lehrer mit Tablets und anderen mobilen Geräten online recherchieren, auf Lehrmaterial und digitale Bücher zugreifen und Aufgaben in der Schul-Cloud bearbeiten können. 

Den Streit zwischen CDU und SPD gab es nicht etwa um die Frage, ob Schüler das Internet nutzen sollen – das ist unter Bildungsexperten mittlerweile ohnehin unstrittig. Bereits im Jahr 2015 wurde im Schulentwicklungsplan der Ausbau von drahtlosen Netzwerken festgeschrieben. Bei der Auseinandersetzung ging es um die Form des WLAN. Eine Vorlage von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) sah vor, dass Schülerinnen und Schüler – zunächst an 14 Pilotschulen – einen eigenen Account im Pädagogischen Netz erhalten. So sollten Jugend- und Datenschutz sichergestellt werden. Die CDU kritisierte das Konzept als zu teuer und bürokratisch. 

Es wurde schließlich überarbeitet. Ein Account sollte nicht mehr zwingend erforderlich sein. Schulen sollten nun auch ein freies WLAN übers städtische Netz ohne Passwort und Jugend- und Datenschutz erhalten können – und 13 von 14 Pilotschulen entschieden sich für die geschützte Variante. Die CDU stimmte aber immer noch nicht zu und forderte, dass Schulen WLAN bei einem privaten Anbieter bestellen können sollten.

Nun hat sich die Koalitionsrunde auf ein erweitertes Konzept geeinigt. Zu den 14 Pilotschulen, die zwischen städtischem WLAN mit oder ohne Passwort wählen konnten, sollen 15 hinzukommen. Sie sollen sich nach Vorlage eines Medienkonzeptes einen privaten Anbieter suchen können. „Ich bin froh, dass wir nun endlich beginnen können“, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). 

Für IT-Dezernent Jan Schneider (CDU) „spiegeln die drei Modelle die verschiedenen Bedürfnisse der Schulen wider“. Und Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) ist „erleichtert, dass es endlich zu einer Einigung gekommen ist“, und wird 2019 fünf neue Stellen für den WLAN-Ausbau zur Verfügung stellen.

Dezernentin Weber glaubt, dass die Variante mit dem externen Anbieter „nur für Schulen infrage kommen wird, die ein gewisses Know-how und Kapazitäten haben“. Schließlich müssten die Schulen alles selbst mit dem Anbieter ausmachen. Noch vor Weihnachten will sie die Schulen befragen, ob sie Interesse an WLAN über einen privaten Anbieter haben. Unabhängig davon können für die 14 Pilotschulen nun Geräte wie Tablets und Laptops bestellt werden. „In den Osterferien können wir dann das WLAN installieren“, sagte Weber. 

Der Modellversuch soll, sobald Magistrat und Stadtparlament ihn beschlossen haben, ein Jahr lang dauern. Dann sollen die Erfahrungen der Schulen analysiert werden. „Wir werden sehen, für welche Schule sich welches Vorgehen eignet“, sagte Weber. 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen