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Schulen in Frankfurt Bürgermedaille für den Elternberater

Wilfried Volkmann, Vorsitzender des Vereins Eltern für Schule, erhält für seine ehrenamtliche Arbeit die Bürgermedaille der Stadt Frankfurt.

Schulen in Frankfurt
Wilfried Volkmann engagiert sich für Eltern und Schüler. Foto: Andreas Arnold

Nach dem Eintritt in den Ruhestand in ein Loch fallen? Das passiert mir nicht, sagte sich Wilfried Volkmann. Das war der Beginn einer bemerkenswerten ehrenamtlichen Laufbahn, für die der heute 70-Jährige am Donnerstag mit der Bürgermedaille der Stadt Frankfurt ausgezeichnet wird.

Kaum jemand, der in den vergangenen Jahren ein Kind auf einer Frankfurter Schule hatte, dürfte an Wilfried Volkmann vorbeigekommen sein. Dafür ist der gelernte Maschinenbau-Ingenieur viel zu umtriebig, viel zu präsent auf all den Veranstaltungen, die sich in der Stadt rund um Schule drehen. Selten, dass er nicht als Erster aus dem Publikum heraus das Wort ergreift, um die Politiker und Bildungsexperten, die vorne auf dem Podium sitzen, mit seinen Fragen und Anmerkungen aus der Reserve zu locken.

Das ist der öffentliche Teil seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Der weitaus größere Teil findet am Schreibtisch statt. Volkmann ist Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins Eltern für Schule. In dieser Eigenschaft versteht er sich in erster Linie als Dienstleister für all die Mütter und Väter, die ihre Kinder auf dem Bildungsweg begleiten, so gut sie es eben können. Der Verein berät beim Übergang von der Grund- auf die weiterführende Schule, verbreitet einen Newsletter, der über Veranstaltungen und Serviceangebote informiert, und kooperiert in zahlreichen Konstellationen mit Bildungsanbietern und anderen Institutionen.

Volkmann engagiert sich zudem in der Initiative Digitale Helden, die Kinder und Jugendliche im Umgang mit dem Internet und vor allem den sozialen Medien kompetentmachen will. Volkmann ist Jugendschöffe am Amtsgericht und ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht.

Abwechslungsreiche  Berufskarriere

Seit November 2011 ist er Rentner – nach einer abwechslungsreichen Berufskarriere. Nach dem Maschinenbaustudium in Darmstadt arbeitete Volkmann als Dozent am privaten Philipp-Reitz-Technikum, leitete dann die Geschäftsstelle des Fachbereichs Büromaschinen beim Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer, bevor er nach einer Stippvisite als technischer Redakteur bei Leybold-Heraeus in Hanau zur Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Eschborn stieß. Dort war er zeitweise freigestellter Betriebsratsvorsitzender, bevor er 2004 als Assistent in die Personalleitung wechselte, wo er bis zu seinem Ruhestand blieb.

Sein Abitur hatte er an der Ziehenschule abgelegt. Ende der 80er Jahre war er als Elternbeirat aktiv, von 2004 bis 2007 Vorsitzender des Stadtelternbeirats. 2014 krachte es zwischen ihm und seinen Nachfolgern im Elternbeirat; heute agieren Beirat und Volkmanns Verein weitgehend berührungslos nebeneinander her. Die Stadt, so scheint es, ist groß genug für beide.

Seiner Geburtsstadt Frankfurt ist Volkmann eng verbunden. Mehrmalige Umzüge führten nie über die Stadtgrenzen hinaus, heute wohnt der in Praunheim Geborene und Aufgewachsene im Nordend. 20 Jahre ehrenamtliches Engagement rund um Schule sind nicht genug. „Bis ich 75 bin, werde ich auf jeden Fall weitermachen“, verspricht Volkmann. Und dann muss auch noch lange nicht Schluss sein.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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