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Schulen Gallus Eine Oberstufe für das Gallus

Eltern, Lehrer und Schüler der Paul-Hindemith-Schule fordern eine gymnasiale Oberstufe für den Frankfurter Stadtteil Gallus. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, wollen sie auf dem Römerberg protestieren und OB Peter Feldmann (SPD) eine Liste mit Unterschriften übergeben.

Die Paul-Hindemith-Schule will das Abitur vergeben. Foto: Christoph Boeckheler

Eltern, Lehrer und Schüler der Paul-Hindemith-Schule fordern eine gymnasiale Oberstufe für den Frankfurter Stadtteil Gallus. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, wollen sie auf dem Römerberg protestieren und OB Peter Feldmann (SPD) eine Liste mit Unterschriften übergeben.

Frau Ziegler, Sie und Ihre Initiative kämpfen nun schon seit Jahren erfolglos für eine gymnasiale Oberstufe im Gallus. Was lässt Sie durchhalten?

Wir ermutigen uns gegenseitig. Angefangen haben wir mit der „Bildungsinitiative Gymnasiale Oberstufe im Frankfurter Westen“. Wir haben Unterschriften gesammelt und dem Oberbürgermeister überreicht. An Aufgeben haben wir nie gedacht, dazu sind wir zu engagiert. Zudem spornt uns der Gedanke an, dass unsere Kinder diese Oberstufe einmal besuchen könnten. Dafür ziehen wir am Montag mit Schülern und Lehrern der Paul-Hindemith-Schule zum Römer.

Mit vielen Schülern rechnen Sie?

Das ist eine Pflichtveranstaltung für alle Schüler. Die Schulleitung hat den Montag als Wandertag angekündigt, an dem alle Schüler und Lehrer teilnehmen müssen. Wir hoffen auch, dass möglichst viele Eltern kommen werden.

Welche Aktionen planen Sie auf dem Römerberg?

Wir tragen einen eigenen Song und eine Saxofonperformance vor, verteilen Cookies und Buttons, und wickeln den Gerechtigkeitsbrunnen vor dem Römer mit Selbstgestricktem ein. Außerdem werden wir hoffentlich der Bildungsdezernentin Karten überreichen können, auf denen die Schüler erklären, warum sie eine Oberstufe im Gallus wollen.

Wieso soll die gymnasiale Oberstufe im Gallus entstehen? Andere Stadtteile wünschen sich auch eine zusätzliche Schule.

Im Frankfurter Westen wird seit Jahren immer mehr Wohnraum geschaffen. Nicht nur im Europaviertel, wo viele neue Bewohner hinziehen, die bisher kein Gymnasium in der Nähe haben. Das brauchen wir aber hier. Die Gymnasien in der Umgebung, das Friedrich-Dessauer und die Goetheschule zum Beispiel, sind ja schon durch die eigenen Schüler belegt. Die nächstliegenden gymnasialen Oberstufen aber sind nur mit langen Fahrtzeiten zu erreichen.

Meinen Sie nicht, dass Eltern im Europaviertel ihre Kinder eher aufs Goethe-Gymnasium oder auf die Bettinaschule schicken?

Nein. Eltern möchten, dass ihre Kinder keine langen Schulwege haben. Ganz klar. Was nutzt es, wenn die Kinder bis 15.30 Uhr Schule haben und dann noch eine Stunde lang in der U-Bahn sitzen, bis sie zuhause sind und ihre Hausaufgaben machen können. Wann sollen die denn dann noch Freizeit haben? Eine Schule nahe des Wohnortes ist wichtig, damit soziale Kontakte entstehen und bestehen können.

Wann hoffen Sie auf die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe im Gallus?

So schnell wie möglich! Die Stadt hat ja schon gesagt, dass das Gebäude des ehemaligen Sozialrathauses an der Krifteler Straße ein möglicher Ort ist. Dort könnte ein so genannter „Campus Gallus“ entstehen.

Wie stellen Sie sich einen solchen Campus vor?

Wir meinen damit, dass die gymnasiale Oberstufe mit den umliegenden Grundschulen und dem Kinderhaus eine Art Bildungszentrum bilden könnte.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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