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Schnupfenwelle in Frankfurt Hausmittel helfen

Wer eine Erkältungskrankheit hat, sollte lieber zu alten Hausmittel greifen als Antibiotika einnehmen. Stadtrat Stefan Majer (Grüne) warnt vor Resistenzen.

Antibiotika wie diese sollten nur in besonderen Fällen eingenommen werden. (Symbolbild) Foto: Peter Jülich

Stadtrat Stefan Majer (Grüne) hat am Donnerstagabend vor der Einnahme von Antibiotika gewarnt. Die zunehmenden Antibiotika-Resistenzen seien ein ernstes Problem. Außerdem würden die jetzt grassierenden Atemwegserkrankungen wie Schnupfen oder Bronchitis nicht durch Bakterien, sondern durch Viren verursacht. Majer stellte eine Befragung der hessischen Landesärztekammer vor. Danach gebe es bei den Medizinern eine „höhere Sensibilität und mehr Verantwortungsbewusstsein“ bei der Verschreibungspraxis. Viele Ärzte hätten jedoch den Eindruck, dass die Patienten ein Rezept für Antibiotika erwarten würden, heißt es in der Zusammenfassung der Befragung. Ein weiteres Ergebnis ist, dass die Weiterbildung intensiviert werden soll.

Um die Verbreitung multiresistenter Erreger einzudämmen, wurde vor einigen Jahren das MRE-Netz Rhein-Main gegründet. Dessen Leiterin Ursel Heudorf wies im Ausschuss darauf hin, dass im letzten Jahr 70 000 Exemplare von dem Flyer „Weniger ist mehr“ verteilt worden seien. Darin werden alte Hausmittel zur Behandlung von Erkältungskrankheiten empfohlen, etwa Ruhe, Schonung und viel trinken. Für Samstag, 14. Januar ist ein Informationsstand geplant, bei dem Majer persönlich für einen bewussten Umgang mit Antibiotika werben wird.

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