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"Schlussmacher" Schweighöfer dreht wieder in Frankfurt

Matthias Schweighöfer dreht seinen zweiten Film „Schlussmacher“ wieder in Frankfurt. Der Plot: Ein Spezialist für Trennungen und sein Freund machen sich auf die Reise an den Main.

On the road: Schweighöfer und Milan Peschel am Set. Foto: Martin Weis

Der Leuchtbuchstabe hängt noch schief am Hotel. Mit viel Gel und Seitenscheitel taucht Schweighöfer am Set auf und stopft sich im Laufen ein Häppchen rein. Das Dach des Parkhauses an der Konstablerwache ist am Mittwochabend zum Hotel-Parkplatz umdekoriert.

Für Matthias Schweighöfers zweiten eigenen Film. „Schlussmacher“ heißt die Komödie. Der 31-jährige Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent hat eben noch im Spielzeugladen an der Großen Friedberger gedreht. Es folgt die nächste Szene: Ein silberfarbener Mercedes der A-Klasse rast aufs Parkdeck, Schweighöfer steigt als Beifahrer aus, dehnt sich und genießt den schönen Skyline-Blick.

Es ist der erste Drehtag in Frankfurt. Bis zum 8. Mai bleibt der dauerfröhliche Berliner. Schon sein Regiedebüt „What a man“ hat Schweighöfer im Herbst 2010 hier gefilmt. Es war die zweiterfolgreichste deutsche Filmproduktion des Kinojahres 2011 und wurde komplett in der Rhein-Main-Region gefilmt.

Hessen fördert den Film

„Schlussmacher“ ist ein Roadmovie. Schweighöfer spielt den unterkühlten Paul, der in einer Trennungsagentur arbeitet. Er verkündet Leuten, dass ihr Partner keine Lust mehr hat, die Beziehung fortzusetzen. Irgendwann trifft er auf den anhänglichen Toto (Milan Peschel).

Sie starten in Berlin und fahren dann nach Brandenburg, Frankfurt und Nordhessen. Für „What a man“ bekam Schweighöfer von HessenInvestFilm Fördergelder von 500.000 Euro, diesmal sind es 600.000 Euro. 4,7 Millionen Euro kostet „Schlussmacher“, der im Januar 2013 in die Kinos kommt. Dass das Land Hessen den größten Förder-Anteil gibt, sei aber nicht der Grund, warum er wieder hier sei.

„Das war hauptsächlich eine emotionale Entscheidung. Ich liebe Frankfurt sehr“, betont Schweighöfer. „Die Stadt bietet tolle Kulissen.“ In der Villa Kennedy verbringt er nicht nur die nächsten Nächte, sondern nutzt das Luxushotel auch zum Drehen. Eine Helikopter-Runde über die Stadt ist für den Film geplant.

Am Wendelsweg in Sachsenhausen wird die 80-köpfige Crew 30 Parkplätze belegen. „Wir hoffen, dass die Anwohner Verständnis aufbringen, bislang wurde in der Straße noch nie was gedreht, sagt Klaus-Jürgen-Etzrodt, Filmbeauftragter der Stadt.

Die Matthias-Fans Lucia (25) und Madleen (21) sind zufällig hier. „Ich arbeite gegenüber“, sagt Madleen. „Ein Foto mit ihm wäre toll“, betont Lucia. Als er vor ihnen steht, fehlt ihnen aber der Mut. Dabei ist Schweighöfer ein zutraulicher Promi. „Ich fahre immer mit der Straßenbahn Nummer 14“, erzählt er. „Beim letzten Dreh wussten die Frankfurter gar nicht, wer ich bin. Mal sehen, wie sie jetzt auf mich reagieren“.

Sein Kollege Milan Peschel, der schon bei „What a man“ mitspielte, verrät, dass Schweighöfer einen weiteren Film in der Stadt plant. Wie Peschel ist auch Silbermond-Schlagzeuger Andreas Nowak wieder am Set. Die beiden sind Paten seiner Tochter Greta.

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