Lade Inhalte...

Sanierungsarbeiten Der Niddauferweg wird gesperrt

Der Radweg muss gesperrt werden, weil Hessen Mobil Brücken saniert. Drei Kilometer lang ist die geplante Umleitung für Radfahrer und Fußgänger.

Radfahren in Frankfurt
Radtouren an der Nidda fallen in diesem Sommer wohl aus. Foto: Peter Jülich

Radfahrer kennen die Stelle an der Nidda zwischen Nied und Rödelheim, wo das Westkreuz Frankfurt die Nidda kreuzt - sie müssen immer den Kopf einziehen, weil die Brücken so tief sind.

Dort führt das Westkreuz Frankfurt über den Fluss: drei Brücken für die A648, eine für den Zubringer auf die A5. Die Bauwerke aus den 1960er und 1970er Jahren sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. Der Stahl in den Bauwerken sei gefährdet, zu rosten und zu reißen, sagte eine Sprecherin der hessische Straßenbehörde Hessen Mobil. Die „Restnutzungsdauer“ bestehe bis 2019.

Die A5-Brücke werde nun abgerissen und neu gebaut. Die A648-Brücken würden saniert. Dafür müsse der Niddauferweg auf einer Teilstrecke gesperrt werde. Eine Umleitung werde derzeit geplant. Die Arbeiten dauerten voraussichtlich bis 2019.

Gegen die bekannt gewordenen Umleitungspläne laufen der Allgemeine Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt und der Verein Umweltlernen, der den Fahr-Rad-Tag im Grüngürtel veranstaltet, Sturm.

„Die vorgesehene Umleitung ist für Rad fahrende Familien wie auch Fahrrad-Pendler völlig untauglich“, sagte Barbara Clemenz vom Verein Umweltlernen in Frankfurt. Die Umleitung von Hessen Mobil sei drei Kilometer lang und führe durch das Siedlungs- und Gewerbegebiet am Rebstock, teilweise entlang stark befahrener Straßen mit „zahlreichen Gefahrenstellen“.

Ob der Fahr-Rad-Tag im Grüngürtel am 17. Juni angesichts der geplanten Sperrung stattfinden könne, stellte Clemenz in Frage. Sie hoffe darauf, dass Hessen Mobil sich beim Umleitungskonzept bewege.

Mit der Sperrung des Niddauferwegs werde ein wichtiger Teil des Grüngürtels auf Jahre unbenutzbar, sagte Bertram Giebeler, der verkehrspolitische Sprecher des ADFC in Frankfurt. Er ist die Strecke abgefahren und hat mögliche Alternativen für die Umleitung benannt (siehe Grafik).

Statt der drei Kilometer langen Umleitung von Hessen Mobil bringt der ADFC eine 830 Meter lange Umleitung südlich der Nidda in die Diskussion. Ein kleiner Teil müsste neu gebaut werden. Der ADFC schlägt eine provisorische Gerüstkonstruktion entlang der Nidda vor, wie es sie in Leipzig am Karl-Heine-Kanal gegeben habe.

Alternativ sei eine Umleitung auf der nördlichen Niddaseite denkbar. Sie wäre aber nicht provisorisch, da zwei Überführungen über Autobahn-Brücken, die auf die A5 führen, gebaut werden müssten.

Das beide Varianten „etwas kosten“ würden, ist sich Giebeler bewusst. Er hofft darauf, dass der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) „nicht nur Festreden auf die Nahmobilität“ hält, sondern sich bei Hessen Mobil für eine verträglichere Lösung im Sinne der Fußgänger und Radfahrer einsetzt.

Hessen Mobil kündigte derweil an, dass die „Kopfhöhe“ der Brücken beim Umbau vergrößert werde - Radfahrer müssten dann wenigstens nicht mehr den Kopf einziehen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen