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Salafisten in Frankfurt Frankfurter stirbt in Syrien

Wieder ist ein junger Mann aus der Frankfurter Salafistenszene nach Syrien in den „Heiligen Krieg“ gezogen und dabei umgekommen. Der 24-Jährige ist nicht der erste Frankfurter, der in dem Bürgerkriegsland stirbt. Anfang Dezember kam schon ein 16-Jähriger dort ums Leben.

Spuren des Krieges in Syrien, hier in Homs. Foto: dpa

Wieder ist ein junger Mann aus der Frankfurter Salafistenszene nach Syrien in den „Heiligen Krieg“ gezogen und dabei umgekommen. Der 24-Jährige ist nicht der erste Frankfurter, der in dem Bürgerkriegsland stirbt. Anfang Dezember kam schon ein 16-Jähriger dort ums Leben.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist ein junger Mann aus Frankfurt im syrischen Bürgerkrieg ums Leben gekommen. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau erfuhr die Familie des 24-Jährigen, die aus der Türkei stammt und im Frankfurter Westen lebt, bereits am vergangenen Wochenende vom Tod des jungen Mannes. Er wurde demnach wenige Tage zuvor bei Kämpfen in dem Bürgerkriegsland erschossen. Eine offizielle Bestätigung für seinen Tod gab es zunächst nicht.

Der 24-Jährige ist nicht der erste Frankfurter, der in Syrien sein Leben verliert: Erst Anfang Dezember war dort ein 16-Jähriger getötet worden, der schon länger in die Frankfurter Salafistenszene verstrickt war und sich in Syrien vermutlich salafistischen Milizen angeschlossen hatte. Auf islamistischen Websites war der Jugendliche daraufhin als „Märtyrer“ gefeiert worden, in Frankfurt hatte sein Tod große Bestürzung ausgelöst. Kurz vor Weihnachten war ein 20-Jähriger in Frankfurt verhaftet worden, der ebenfalls an Kämpfen in Syrien beteiligt gewesen sein soll.

Seit Monaten beobachten die Sicherheitsbehörden in Hessen und ganz Deutschland, dass radikalisierte Muslime nach Syrien reisen, um sich am Kampf salafistischer Gruppen gegen Machthaber Baschar al-Assad zu beteiligen. Der gewaltbereite Teil der Salafistenszene betrachtet die andauernden Kämpfe in Syrien als „Heiligen Krieg“. Rund 200 Personen sollen nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes bereits von Deutschland aus in das Bürgerkriegsland gereist sein, darunter 30 aus Hessen.

Begeisterter Kampfsportler

Anfang Dezember hatte der scheidende Innenminister Boris Rhein (CDU) ein bundesweites Netzwerk angeregt, um der Radikalisierung junger Muslime besser begegnen zu können. Ende November hatten Experten des Innenministeriums die Frankfurter Schulleiter im Umgang mit salafistischer Propaganda geschult, weil wiederholt beobachtet worden war, wie Salafisten auf Schulhöfen Korane verteilten. Zudem waren auch Frankfurter Schüler nach Syrien ausgereist.

Der nun getötete 24-Jährige ist nach Informationen der FR bereits vor mehreren Monaten aus Frankfurt verschwunden. Er war demnach ein leidenschaftlicher Kampfsportler und hatte enge Kontakte in die radikale salafistische Szene.

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