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S-Bahn Gateway Gardens S-Bahn nach Gateway Gardens

85 Millionen Euro soll der S-Bahn-Anschluss für den neuen Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens kosten. Trotz dieser Kosten dürfte dem Vorhaben politisch nichts mehr im Weg stehen, auch wenn der Verkehrsausschuss des Stadtparlaments eine Entscheidung erst einmal vertagt hat.

Der neue Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens wird einen S-Bahn-Anschluss bekommen. Foto: Rolf Oeser

Der neue Stadtteil Gateway Gardens am Flughafen wird einen S-Bahn-Anschluss bekommen. Zumindest dürfte dem Vorhaben politisch nichts mehr im Weg stehen. Zwar hat der Verkehrsausschuss der Stadtverordnetenversammlung die Abstimmung über die Pläne am Dienstagabend auf Wunsch der Piraten vertagt. In der Diskussion wurde aber deutlich, dass die SPD mit ihrer Forderung, den Bau der neuen Station aus finanziellen Gründen zurückzustellen, weitgehend alleine steht.

Die Haltestelle in dem neuen Stadtteil, in dem einmal 15.000 Menschen arbeiten sollen, wird nach den Plänen im Winter 2018 fertiggestellt. Viel später darf das Projekt auch nicht abgeschlossen sein, denn im Jahr 2019 läuft ein Gesetz aus, das eine finanzielle Beteiligung des Bundes bei Verkehrsprojekten der Kommunen festlegt. Ob es verlängert wird, steht nach Einschätzung des Frankfurter Magistrats noch nicht fest.

Die Kosten für den S-Bahn-Anschluss belaufen sich auf insgesamt 214 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte davon soll der Bund übernehmen, die Stadt wird sich mit 85 Millionen Euro beteiligen.

14.000 Fahrgäste täglich

Für das Projekt sollen die Gleise zwischen Flughafen und Stadion, auf denen derzeit die Linien S8 und S9 fahren, verlegt werden. Der Schienenstrang soll künftig östlich der Autobahn 5 verlaufen. Die bisherige Gleisanlage will die Stadt zurückbauen und die frei werdende Fläche renaturieren lassen.

Auf halbem Weg zwischen dem Stadion und dem Regionalbahnhof am Flughafen sollen die beiden Linien an der neuen Station Gateway Gardens halten. Der Frankfurter Architekt Dietz Joppien hat einen Entwurf für die Haltestelle vorgelegt.

Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) rechnet mit 14.000 Fahrgästen pro Tag. Weitere S-Bahn-Linien sollen auf der Strecke aber nicht verkehren, auch der Fahrplan soll nicht verändert werden.

Der Fraktionschef der SPD, Klaus Oesterling, warb erneut dafür, zumindest vorerst auf den Anschluss zu verzichten. Bereits bei der Debatte um den Haushalt des laufenden Jahres hatten die Sozialdemokraten das Projekt stets zur Disposition gestellt, da es zu teuer sei.

Insbesondere bei CDU und Grünen stieß SPD-Mann Oesterling damit auf Ablehnung. „Wir werden den Plänen in jedem Punkt zustimmen“, sagte Wolfgang Siefert (Grüne). Helmut Heuser (CDU) schlug vor, das Flughafen-Terminal 2 und das geplante Terminal 3 über Gateway Gardens zu erschließen. Passagiere, die von einem der beiden Terminals abfliegen, würden dann an der neuen Haltestelle umsteigen.

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