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Romantikmuseum in Frankfurt Wer unterstützt das Romantikmuseum?

Ein Blick zurück auf die Anfänge des Romantikmuseums in Frankfurt. Die neue Einrichtung braucht noch immer finanzielle Unterstützung.

Kunst
Ein Prunkstück der Sammlung: Caspar David Friedrichs „Der Abendstern“. Foto: Freies Deutsches Hochstift

Die Idee eines Deutschen Romantikmuseums ist alt. Schon 1925 hatte sie der damalige Direktor des Freien Deutschen Hochstifts, Ernst Beutler, ausgesprochen. Schon damals hatte das Hochstift begonnen, Objekte der deutschen Romantik zu sammeln. Mittlerweile ist die Sammlung durch etliche Erwerbungen, aber auch Spenden erheblich gewachsen. Was die Handschrift anbelangt, gilt sie heute als die bedeutendste weltweit.

Alle großen Autorinnen und Autoren dieser Zeit sind vertreten: von Novalis über die Geschwister Brentano bis zu Joseph von Eichendorff.

All diese Schätze ruhen bis heute weitgehend in Depots. Aus Platzgründen können sie nicht gezeigt werden. Es ist maßgeblich der heutigen Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, Anne Bohnenkamp, zu danken, dass die Museums-Idee am Ende jetzt verwirklicht wird. Sie warb immer wieder öffentlich mit Nachdruck für das Projekt.

Und doch hatte die damalige schwarz-grüne Römer-Koalition 2012 zunächst abgewunken. Eine direkte finanzielle Beteiligung der Stadt an dem Neubau sollte es nicht geben – Sparpolitik.

Die gerade erst aus dem Amt geschiedene Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) schlug samt ihrem Nachfolger Peter Feldmann (SPD) Alarm, der Frankfurter Ehrenbürger und Bankier Friedrich von Metzler engagierte sich. Viele private Stiftungen und Mäzene gaben Geld: Allein 6,2 Millionen Euro kamen so zusammen, von der Deutschen Bank, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, dem Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main, der Wüstenrot-Stiftung und vielen anderen.

Nicht mehr zu halten war die Position der Frankfurter Regierungs-Koalition, als auch das Land Hessen und der Bund jeweils vier Millionen Euro zusagten. Magere 1,8 Millionen Euro kamen schließlich aus dem Frankfurter Stadtsäckel.

Für das Museum werden noch immer weitere Unterstützer gesucht. Deshalb wirbt das Freie Deutsche Hochstift weiter um „Patenschaften“: Sie können sich auch auf ein Objekt aus der Sammlung beziehen. Angeboten werden außerdem „Romantik-Mitgliedschaften“: Ab 300 Euro im Jahr ist man dabei.

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