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Rocker in Frankfurt Irritation um Verbot von Osmanen

Die rockerähnliche Gruppierung Osmanen Germania ist verboten, doch die Osmanen Frankfurt dürfen weitermachen. Denn der Ableger gilt als ein eigener Verein und soll weniger kriminell sein.

Rocker in Frankfurt
Die Osmanen Frankfurt sind nicht von dem Verbot betroffen. Foto: Boris Roessler (dpa)

Die Nachfrage der Frankfurter Rundschau sorgt für kurzfristige Irritation im hessischen Innenministerium, aber das Landeskriminalamt hilft weiter. Die rockerähnlichen Gruppierungen Osmanen Germania und Osmanen Frankfurt seien zwei verschiedene Vereine. Von dem gestern bekannt gewordenen Verbot, das Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ausgesprochen hatte, seien indes nur die Osmanen Germania betroffen. Der andere Verein darf also weitermachen.

Die FR hatte gestern von dem Verbot berichtet und war davon ausgegangen, dass das Verbot auch die Osmanen Frankfurt betrifft. Auch ein Sprecher des hessischen Innenministeriums stufte die Osmanen Frankfurt lediglich als ein Chapter der Osmanen Germania ein. Eine ähnliche Einschätzung legt auch die Reaktion des innenpolitischen Sprechers der FDP-Fraktion im Landtag, Wolfgang Greilich, nahe, der forderte, die Sicherheitsbehörden müssten nun das Verbot der Osmanen Germania „und ihrer Teilorganisationen“ durchsetzen. Doch die Osmanen Frankfurt sind eigenständig. Sie verwenden auf ihren Kutten zwar ein ähnliches Symbol wie die Germania: Eine mit rotem Tuch vermummte Gestalt. Doch während die Germanen einen Helm auf dem Kopf haben, tragen die Frankfurter ein Fes als Kopfbedeckung.

Bei den Osmanen Frankfurt sei der Vereinszweck zudem nicht darauf ausgerichtet, dem Strafgesetz zuwider zu laufen. Zwar gebe es auch bei dem Frankfurter Verein Mitglieder, die mit dem Strafgesetz in Konflikt geraten sind wie etwa bei dem tödlichen Streit im Club Gibson. Aber Vergehen wie Prostitution und Drogenhandel seien dort nicht Vereinszweck. Den noch erlaubten Osmanen Frankfurt rechnet das Innenministerium wie auch den Germanen eine niedrige zweistellige Mitgliederzahl zu. „Die hessische Polizei hat die Gruppierung weiterhin im Blick“, hieß es aus dem Ministerium.

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