Lade Inhalte...

Riederwald Narhalla Narren bangen um ihr Vereinsheim

Die Narrhalla kann die Sanierung der sanitären Anlagen im Vereinsheim nicht alleine stemmen. Alleine durch eine Einbruchsserie hat der Verein stets hohe Reparaturkosten.

11.08.2014 09:12
Johannes Pitsch
Noch probt die Garde der Narhalla im Vereinsheim. Foto: Andreas Arnold

Die Spuren der Brechstange sind nicht zu übersehen. Die Tür zum Clubraum ist kaputt, das Schloss zertrümmert. Wieder einmal wurde in das Vereinsheim der Narrhalla eingebrochen – es war das siebte Mal in Folge.

Diesmal kamen die Einbrecher durch ein Fenster des benachbarten Trainingsraums, in dem die Kindertanzgarde für den nächsten Auftritt probt. Vereinsvorsitzender Peter Fritz ist sichtlich bedrückt. „Die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit ist uns besonders wichtig“, sagt er. Aber wenn das so weiterginge, wüsste er nicht, wie lange der Verein das noch leisten könne.

Denn um die Riederwälder Narren ist es derzeit schlecht bestellt. Seitdem die Narrhalla vor 28 Jahren in das Vereinsheim in der Schäfflestraße, einen alten Luftschutzbunker hinter dem Erich-Mühsam-Haus, umziehen musste, ist es nicht mehr renoviert worden. Damals wie heute kann alles nur notdürftig repariert werden, weil das Geld fehlt. Das reicht bei den sanitären Anlagen nicht mehr. Sie müssen jetzt dringend erneuert werden, doch wovon, fragen sich die Mitglieder. Allein durch die Einbruchserie habe der Verein stets hohe Reparaturkosten. Ständig müssten die Feuerschutztüren und Fenster erneuert werden, weil „mehr kaputt gemacht als mitgenommen wird“, sagt Vereinsmitglied Andreas Bender. Rund 10 000 Euro hat der Verein bislang dafür ausgegeben.

Hinzu kommen hohe Stromkosten, weil das Vereinsheim schlecht isoliert ist. Von den Ausgaben für Kostüme und Uniformen ganz zu schweigen: „Die können wir für die nächste Saison kaum noch alleine stemmen“, befürchtet Schatzmeisterin Jeannette Bender.

Und auch wenn der Karnevalverein nicht von der Mieterhöhung der Saalbau betroffen ist, hilft das den Mitgliedern wenig. „Wenn die sanitären Anlagen nicht funktionieren, ist das Vereinsheim schlichtweg nicht mehr nutzbar“, stellt Peter Fritz klar. Bislang trainieren hier der Musikzug und die Tanzgarden.

Rund 4000 Euro würde die Sanierung der Toilettenanlage kosten. Durch die Jahresbeiträge der 120 Mitglieder – 50 Euro für Erwachsene und 25 Euro für Kinder – ließe sich das nicht finanzieren. Auch die Einnahmen, die der Verein durch die Vermietung seines Proberaums an Musikbands erzielt, reichten dafür bei weitem nicht aus.

So versucht die Narrhalla, künftig noch stärker als bisher auf Straßenfesten mit Essens- und Getränkeständen präsent zu sein und um Spenden zu werben.

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum