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Riederwald A661 OB verspricht Kampf gegen Lärm

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat sich bei seinem Besuch im Riederwald mit deutlichen Worten für eine Einhausung der A661 zwischen Seckbach und Bornheim ausgesprochen.

16.11.2014 10:46
Luis Reiß
Die Baustelle für den Riederwald-Tunnel. Foto: christoph boeckheler*

Im Zusammenhang mit dem Bau des Riederwaldtunnels versprach er, sich gemeinsam mit den Bürgern für „optimalen Schutz“ vor Lärm und Schadstoffen einzusetzen – sowohl während als auch nach der Bauzeit.

„Wir wollen heute ein deutliches Zeichen setzen. Frankfurt und seine Bürger stehen im Schutz vor Lärm und Schadstoffen zusammen“, sagte Feldmann bei einem Gespräch mit Bürgern bei KidS Riederwald an der Schäfflestraße. Die Forderung nach maximalem Schutz der Anwohner sei im Magistrat Konsens.

Die Einhausung der A661 sei „eine riesige Chance für die Zukunft Frankfurts“. Auf dem Autobahndeckel könnte schließlich bezahlbarer Wohnraum entstehen. Die Forderung der Bürgerinitiative Riederwald indes geht noch weiter: Sie will eine komplette Einhausung der neuen Autobahnverbindung, die A66 und A661 in Zukunft durch ihren Stadtteil hindurch verbinden soll. Teilweise wird die neue Trasse unterirdisch verlaufen, im sogenannten Riederwaldtunnel.

Feldmann betonte aber auch: „Die Stadt Frankfurt hat beim Autobahnbau keine Kompetenz“. Zuständig sei die Landesverkehrsbehörde Hessen mobil. Einwirken könnte der Magistrat nur in Gesprächen.

Forderungen der BI

Die Bürgerinitiative übersendete Feldmann im Vorfeld des Gesprächs insgesamt elf Forderungen für die Bauzeit und vier für den Betrieb der neuen Autobahnverbindung. Diese müssten von der Stadt durch Druck auf das Land umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem der Einbau von Schallschutzfenstern, die Einrichtung einer Immissionsmesstation sowie mehr Engagement der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG, in deren Aufsichtsrat Feldmann sitzt. „Konstruktive Forderungen, die ich unterstütze“, sagte Feldmann.

Die Einwohner nutzten die Gelegenheit, um ihrem Unmut Luft zu machen. Renate Presch, die an der Vatterstraße wohnt, beklagte, dass sich niemand für das Quartier nördlich der Hauptstraße Am Erlenbruch zuständig fühle. Der OB versprach daraufhin einen Besuch für das kommende Jahr. Eine weitere Station soll dabei die Seniorenwohnanlage Am Erlenbruch sein.

Anja Wehr, Leiterin der Pestalozzischule, forderte mehr für den Schutz ihrer Schule vor Lärm und Schadstoffen zu tun. „Wenn sich die Schüler bei uns nicht mehr wohlfühlen, werden die guten Schüler schnell in andere Stadtteile wechseln.“ Simone Koch, Leiterin der erweiterten schulischen Betreuung, setzte sich für zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung des Schulwegs ein, der unter anderem über die U-Bahn-Gleise führt.

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