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Riedberg Ein Verein für alle

Anwohner gründen einen neuen Sportklub. Es soll neben klassischen Ballsportarten wie Fußball und Handball auch Foto-Workshops für Kinder, Bewegungskurse für Senioren und Zeitmanagement-Seminare für berufstätige Mütter geben.

Vorsitzende Gabriele Nagel (l.) und Vize Nicole Krause. Foto: Andreas Arnold

Die Homepage ist im Aufbau, Räume gibt es noch keine. Doch an Ideen mangelt es Gabriele Nagel nicht. Gemeinsam mit elf Anwohnern hat die 42-Jährige einen neuen Sportklub in Frankfurts zweitjüngstem Stadtteil gegründet: den Riedberger Sport- und Kulturverein. Kurz: Riedberger SV. „Wir wollen für jeden etwas anbieten – egal wie alt oder fit er ist“, erklärt die Erste Vorsitzende das Ziel.

So soll es neben klassischen Ballsportarten wie Fußball und Handball auch Foto-Workshops für Kinder, Bewegungskurse für Senioren und Zeitmanagement-Seminare für berufstätige Mütter geben. „Jeden Tag kommen fünf bis zehn neue Ideen dazu“, sagt Nagel. Wichtig sei ihr, dass die Mitglieder das Programm mitgestalten: „Wir wollen eine Gemeinschaft schaffen, damit die verschiedenen Kulturen auf dem Riedberg sich annähern.“ Das Angebot soll für die Vereinsmitglieder größtenteils unentgeltlich sein. Acht Euro kostet eine Mitgliedschaft für Erwachsene, Kinder zahlen zwei Euro weniger. Jedes neue Mitglied bekommt ein Willkommensgeschenk – Kinder etwa ein T-Shirt mit Namen und Rückennummer.

Noch wartet der Klub darauf, ins Vereinsregister aufgenommen zu werden. Erst dann erhält er seine Gemeinnützigkeit. Doch schon jetzt stehen die Interessenten Schlange: 30 bis 40 Bürger hätten sich gemeldet, berichtet Nagel. „Wir haben nur positive Rückmeldungen erhalten.“

Kein Wunder: Mehr als 10 000 Menschen wohnen auf dem Riedberg. Doch bislang gibt es im Neubaugebiet – abgesehen von einem Cheerleading-Verein – nur einen Sportklub: den SC Riedberg. „Wir wollen keine Kopie sein“, sagt Nagel. Die Mutter von zwei Kindern ist zwar Mitglied beim SC Riedberg, sah ihr Engagement dort aber nicht mehr gewürdigt. Beim SC Riedberg selbst will man sich dazu nicht äußern.

Vor einigen Monaten rief Nagel eine Facebook-Gruppe ins Leben, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Dort lernte sie Nicole Krause kennen. Sie ist die Zweite Vorsitzende des neuen Vereins. Ute Weigl (Schatzmeisterin) und Thorsten Meyer (Sponsoring) komplettieren das Vorstandsquartett.

Bis der Verein seine Gemeinnützigkeit erhält, treiben die Gründungsmitglieder soziale Projekte für Flüchtlinge voran. Künftig soll es Aktionen zugunsten von Obdachlosen und Tierschützern geben.

Informationen zum Verein gibt es im Internet unter www.riedberger-sv.de oder Mail: kontakt@riedberger-sv.de.

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