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Rekonstruktion Frankfurter Altstadt ab Februar offen

Erste Zäune rund um die neu errichtete Altstadt fallen bald. Die 65 Wohnungen bringen der Stadt Frankfurt 90 Millionen Euro.

Altstadt
Immer weniger Gerüste und die ersten Wohnungen im Innenausbau: Die Altstadt geht ihrer Vollendung entgegen. Foto: Christoph Boeckheler

In die neue Frankfurter Altstadt zwischen Dom und Römer zieht das Leben ein. Die 65 Wohnungen in den 35 Häusern sind sämtlich verkauft. Gemeinsam mit der Veräußerung der Gebäude Hinter den Lämmchen 2-4 für das Struwwelpeter-Museum brachte das der städtischen Dom-Römer GmbH einen Erlös von 90 Millionen Euro ein.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und der Geschäftsführer der Dom-Römer GmbH, Michael Guntersdorf, ließen Medienvertreter am Montag einen ersten Blick in die Wohnungen werfen. Am Rande der Besichtigungstour wurde bekannt, dass schon früher als bisher geplant die ersten Bauzäune um die Altstadt fallen. Anfang Februar 2018, nur wenige Tage vor der OB-Wahl am 25. Februar, soll es ein „Pre-Opening“ mit Feldmann geben.

Von da an ist der sogenannte Krönungsweg für die Allgemeinheit offen. Die Menschen können dann vom Dom über den neuen Hühnermarkt bis zum Römer laufen – oder natürlich in umgekehrter Richtung. Die übrigen Bauzäune sollen im Mai 2018 abgeräumt werden, die offizielle Eröffnungsfeier ist für Ende September geplant.

Der OB gab vor den Journalisten zu, dass er sich von einem Kritiker des Altstadtquartiers zu einem Befürworter gewandelt habe: „Ich war skeptisch – aber ich merke, wie sich die Menschen das Projekt aneignen.“

Prominente ausgelost

Als Beleg für die Beliebtheit der Altstadt werten Feldmann und Guntersdorf den Bieter-Wettstreit um Wohnungen und Läden. Für die 65 Wohnungen habe es fast 900 Bewerber gegeben. Aus einem Kreis von 190 Aspiranten seien dann die künftigen Eigentümer ausgelost worden. Auffällig ist, dass neben der früheren Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) trotz des Losverfahrens auch noch andere Prominente aus der Stadtgesellschaft den Zuschlag für Wohnungen bekommen haben. „Die wollen aber ungenannt bleiben“, sagte Guntersdorf. Die Eigentumswohnungen kosten im Durchschnitt 7000 Euro pro Quadratmeter. „Ich könnte mir das nicht leisten“, sagte der Oberbürgermeister. Dennoch warb er für die Unterkünfte in der Altstadt als „etwas für Gourmets“. Zum Beispiel die Maisonette-Wohnung im Haus Markt 40, die Feldmann zeigte: 113 Quadratmeter mit doppelverglasten Fenstern, Parkett und Fußbodenheizung.

Für die großen Abstände zwischen den beiden Fensterscheiben, die den Journalisten auffielen, fand Guntersdorf eine einleuchtende Erklärung: „Da passt ein Blumentopf dazwischen!“

Die ersten Wohnungen werden im April 2018 bezogen. Für die 21 Läden in der Altstadt hat es rund 200 Bewerber gegeben, die letzten Flächen werden gerade vergeben. Die schönsten gastronomischen Einrichtungen sollen ein historisierendes Café im Haus Goldene Waage am Dom und ein Gasthaus in den Gebäuden Markt 16/18 sein. Beide werden von der renommierten Frankfurter Gastronomen-Familie Zarges betrieben.

Die städtische Dom-Römer GmbH bleibt auch nach der offiziellen Eröffnung Ende September 2018 für das neue Stadtquartier verantwortlich. Sie übernimmt das Quartiersmanagement. Außerdem müssen die Bauarbeiten im Detail abgerechnet werden. Eine Schlussrechnung soll, wie Geschäftsführer Guntersdorf ankündigte, im Jahr 2021 den Stadtverordneten vorgelegt werden.

Bisherige Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von 200 Millionen Euro aus.

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