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Rechtes Bündnis „Demo für alle“ plant Symposium in Frankfurt

Das rechte Bündnis will im Januar eine Veranstaltung gegen die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare durchführen.

Demonstration in Wiesbaden
Das rechte Bündnis „Demo für alle“ bei einer Veranstaltung in Wiesbaden. Foto: dpa

Das umstrittene rechte Bündnis „Demo für alle“ will am 20. Januar ein Symposium in Frankfurt abhalten. Es gehe um die Entscheidung des Bundestages, die Ehe für homosexuelle Paare zu öffnen, bestätigte Sprecherin Hedwig von Beverfoerde der Frankfurter Rundschau. Der Ort der Konferenz mit dem Titel „Öffnung der Ehe – Folgen für alle“ werde rechtzeitig bekanntgegeben.

Im Internet wird bereits auf einer eigenen Website für das eintägige Symposium geworben. Aus dem Programm geht hervor, dass dort unter anderem der Rostocker Jura-Professor Jörg Benedict zum Thema „Ehe für alle – stiller Verfassungswandel oder offener Verfassungsbruch?“ sprechen soll. Außerdem wird die Publizistin Birgit Kelle über Leihmutterschaft referieren.

Viele Teilnehmer aus der rechten Szene

Das Bündnis „Demo für alle“ ist aus den Protesten gegen einen Sexualkundelehrplan in Baden-Württemberg entstanden und wird von christlich-konservativen bis rechtsradikalen Kreisen unterstützt. Die Aktivisten propagieren ein traditionelles Bild von Ehe und Familie und richten sich gegen eine vermeintliche „Frühsexualisierung“ von Schulkindern. Zuletzt hatte das Bündnis im Mai ein Symposium in Wiesbaden abgehalten. An einer „Demo für alle“ gegen den neuen hessischen Lehrplan für Sexualkunde im Oktober vergangenen Jahres in Wiesbaden hatten sich auch AfD-Mitglieder, Aktivisten der rassistischen „Identitären Bewegung“, NPD-Politiker und militante Neonazis beteiligt. Organisatorin von Beverfoerde hatte sich zwar im Vorfeld von „extremistischen Gruppen“ distanziert, abgeschreckt hatte das die Rechten aber nicht.

Das „Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt“, das bereits in Wiesbaden gegen die „Demo für alle“ protestiert hatte, ruft im Internet bereits zu einer Gegendemonstration ab 11 Uhr an der Hauptwache auf. Die „Demo für alle“ sei für „rechts-konservative, homophobe, transphobe, interphobe und sexistische“ Haltungen bekannt, heißt es dort. Diesen werde man öffentlich entgegentreten.

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