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Radwege in Frankfurt Der erste Wegweiser für Radler steht

Die Stadt Frankfurt will ihr komplettes Radwegenetz ausschildern - insgesamt 750 Kilometer. Das ehrgeizige Projekt soll 320.000 Euro kosten. In Sindlingen und Zeilsheim geht es jetzt los.

17.02.2016 19:17
Alex Wehnert
Verkehrsdezernent Stefan Majer montiert die ersten Wegweiser. Foto: Andreas Arnold

Das Schild sitzt. Stefan Majer (Grüne) steht auf der Leiter und lächelt zufrieden, während hinter ihm die Autos über die Sindlinger Bahnstraße lärmen. Gerade hat der Verkehrsdezernent dem ersten Wegweiser des neuen Radnetzes den letzten Schliff verpasst.

„Wir erleben alle sieben Jahre einen Umschlag der Frankfurter Bevölkerung“, sagt Majer. Auch um den neuen Bürgern die Orientierung zu erleichtern, wird in Frankfurt das komplette Radwegenetz ausgeschildert. 750 Kilometer gilt es mit neuen Wegweisern auszustatten. Als Fläche für das Pilotprojekt dienen Zeilsheim und Sindlingen mit einer Netzlänge von 25 Kilometern. Im laufenden Jahr will Majer noch den gesamten Westen und den Norden in Angriff nehmen. Für beide Baubezirke betragen die Gesamtkosten 320 000 Euro, von denen zwei Drittel das Land Hessen übernehmen soll. Zwei separate Anträge auf Fördermittel müssen noch bewilligt werden, der Rest sei laut Majer durch das Dezernatsbudget gedeckt.

Mengenrabatt bei den Schildern

2017 kommen Süden, Osten und die Stadtmitte hinzu, die Finanzierung müsse aber noch mit dem Haushaltsplan des Landes abgeglichen werden. „Wir sind glücklich, dass das Projekt jetzt in die Tat umgesetzt wird“, sagt Bertram Giebeler, verkehrspolitischer Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Der ADFC arbeite eng mit Verkehrsdezernat und Baubezirken zusammen. So führen Mitarbeiter die Routen ab und überprüften den Zustand der Wegweiser.

Für Instandhaltung und Ersatz sind die Baubezirke zuständig. „Ein Schild kostet 30 bis 35 Euro“, so Günter Schneider, Leiter des Baubezirks West. Allerdings rechne er mit Mengenrabatt, da ein Bezirk immer die Bestellungen für alle übernehmen werde.
„Die Beschilderung hat auch mit der Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer zu tun“, erklärt Majer. Es könne nicht sein, dass Radler gegenüber Autofahrern benachteiligt würden. Der Main-Taunus-Kreis sei ein Vorbild für ein funktionierendes Modell.
Auch auf die Schließung von weiteren Lücken für Radler pocht der ADFC weiterhin. Für Stefan Majer ist die Arbeit mit dem ersten Wegweiser noch nicht getan.

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