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Radfahren Wegweiser für Radler

Das komplette Stadtnetz wird für Radfahrer ausgeschildert. Am Mittwoch wird Verkehrsdezernent Stefan Majer von den Grünen den ersten Wegweiser in Zeilsheim montieren.

Radfahrer sollen sich leichter orientieren können. Foto: Andreas Arnold

Die Stadt Frankfurt schildert das komplette Radwegenetz aus. Zunächst ist der Westen dran. Am Mittwoch wird Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) den ersten Wegweiser in Zeilsheim montieren. In den kommenden zwei bis drei Wochen werde das Straßenbauamt den ganzen Stadtteil für Radfahrer ausschildern, sagte Jens Wöbbeking, stellvertretender Leiter des Referats für Mobilitäts- und Verkehrsplanung, der Frankfurter Rundschau.

Insgesamt 59 Wegweiser würden aufgestellt, jeweils an Kreuzungen, Kreiseln und Knotenpunkten. Danach sei Sindlingen an der Reihe mit 87 Verkehrszeichen, die noch vor der Kommunalwahl im März aufgestellt würden. Noch in diesem Jahr soll der Norden folgen, 2017 dann Stadtteile im Süden und Osten. Bis 2018 sei die Stadtmitte dran, was sicherlich „komplex“ werde. Die Kosten lägen „grob geschätzt“ bei einer halben Million Euro, so Wöbbeking, die Stadt hoffe auf Fördermittel. Das ausführende Büro ist Radverkehr-Konzept aus Frankfurt.

In grüner Schrift steht auf den grauen Wegweisern jeweils ein Fern- und ein Nahziel. Das können Städte in direkter Nachbarschaft sein, der nächstgelegene Stadtteil oder Zentren, Sehenswürdigkeiten wie die Schwanheimer Dünen oder Orientierungspunkte wie die Friedberger Warte. Auch der Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr, etwa S-Bahnstationen, wird ausgewiesen, ebenso Steigungen, falls es hinauf oder hinab geht. Die Schilder reflektieren, wenn man sie anleuchtet.

Die vorhandene Beschilderung von Radwegen werde ins Konzept integriert, so Wöbbeking. Dazu zählten der Grüngürtelradweg, die hessischen Fernradwege, die Mainuferwege, die Regionalpark-Rundroute und die Themenroute um den Industriepark. „Das Radroutennetz soll deutlich erkennbar werden.“

Unknickbare Schilder

Die neue Schilder hängen auf 2,50 Meter Höhe. Sie sind aus fingerdickem Aluminium, so lassen sie sich nicht leicht knicken. Trotzdem rechnet Wöbbeking mit „laufenden Kosten“ von rund 50 000 Euro im Jahr für Austausch und Erhalt. Wegweiser würden immer mal wieder beschädigt, „gerade rund ums Waldstadion“, weiß er.

Von einem „Meilenstein für den Radverkehr“ sprach Joachim Hochstein, der Leiter des Radfahrbüros im Straßenverkehrsamt. Bis 2018 soll das 750 Kilometer umfassende Radnetz in Frankfurt ausgeschildert sein, „mit Tausenden Schildern“. Nicht nur Radfahrer profitierten von der besseren Ausweisung der Wege, auch Fußgänger könnten sich künftig „im Nahbereich“ besser zurechtfinden. Gleichzeitig laufe das Lückenschlussprogramm für das Radnetz; in diesem Jahr würden zwölf Problemstellen beseitigt. Bis 2020 sollen alle 115 definierten Netzlücken beseitigt sein. Schlaglöcher im Radweg oder beschädigte Schilder können Bürger melden: meldeplattform-radverkehr.de

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