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Pulse of Europe Frankfurt Brücke in die Politik sein

„Pulse of Europe“ will im anstehenden Bundestagswahlkampf den europäischen Gedanken weiter stärken. Die Bürgerbewegung möchte keine eigene Partei gründen.

Pulse of Europe auf dem Goetheplatz
Pulse of Europe´auf dem Goetheplatz. Foto: Michael Schick

Rund 600 Menschen haben am Sonntag auf dem Goetheplatz eine pro-europäische Kundgebung abgehalten. „Pulse-of-Europe“-Aktionen gab es zeitgleich in mehr als 130 anderen Städten. „Es ist uns wichtig, einmal im Monat städteübergreifend präsent zu sein, damit sich die europäische Botschaft verbreiten kann“, sagt Stephanie Hartung, Pressesprecherin von „Pulse of Europe“ in Frankfurt. Die nächsten Veranstaltungen in Frankfurt sind für den 6. August und 3. September geplant.

Das Thema Europa sei wichtig für Deutschland und verdiene daher im anstehenden Bundestagswahlkampf entsprechende Aufmerksamkeit. Auch nach der Wahl soll es für „Pulse of Europe“ aber auf jeden Fall weitergehen. „Die Zukunft sind nicht nur politische Beschlüsse, sondern auch die Bereitschaft der Gesellschaft umzudenken“, sagt Hartung. Das verstehe die Bürgerbewegung weiter als ihre Mission. „Wir wollen weiter ein Format schaffen, dass es Bürgern ermöglicht, sich mit wenig Aufwand zu informieren“, sagt Hartung. „Das ist wichtig, weil wir sehen, dass es eine europäische Zivilgesellschaft gibt, die bereit ist, in Erscheinung zu treten.“

Die Gründung einer Partei ist weiterhin nicht geplant. Man fühle sich wohl in der derzeitigen Rolle, da man ganz anders agieren könne, als traditionelle Parteien. Ignorieren will „Pulse of Europe“ diese aber nicht: „Wir sehen uns als Brücke in die Politik, die für die Menschen greifbar ist“, sagt Hartung. Die Bürgerbewegung will zukünftig mit den Parteien in einen Dialog treten.

Eine Plattform für den Wahlkampf will man den Politikern dadurch aber nicht bieten. „Wir stellen den Politikern konkrete Fragen und wollen konkrete Antworten ohne Ausflüchte haben“, sagt Hartung. Eine erste Aktion zum Start des Dialogs konnten die Teilnehmer der Veranstaltung am Sonntag auf der Bühne erleben. In einem offenen Brief hatte „Pulse of Europe“ den großen Parteien drei Fragen zur Zukunft Europas gestellt.

Die Antworten wurden auf der Bühne von symbolischen Vertretern der Parteien in verkürzter Form gegeben. Das Themenspektrum reichte dabei von Wirtschaft und Wachstum, über die Rolle Europas in der Welt bis zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Die AfD hatte auf keine der Fragen geantwortet. Eine detaillierte Übersicht aller Positionen stellt „Pulse of Europe“ auf der Webseite www.pulseofeurope.eu zur Verfügung.

Bei den Teilnehmern der Veranstaltung kam das Format nicht immer gut an: „Es war etwas zäh, weil die Themen insgesamt wohl zu komplex sind“, sagt Alex Berndt. „Es ist aber gut, sich vor der Wahl damit auseinander zu setzen.“ Die Antworten will sich die 49-Jährige im Internet genauer ansehen. Anders sieht das Matthias Kieser: „Es war gut dargestellt und ich konnte auf jeden Fall viele Informationen mitnehmen“, sagt der 27-Jährige. „Es ist wichtig, dass der Dialog mit der Politik geführt wird.“

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