Lade Inhalte...

Protest Kurden-Demo in Frankfurt

Unter dem Motto "Nein zur Diktatur - Ja zu Demokratie und Freiheit" sind in Frankfurt rund 30.000 Kurden auf die Straße gegangen. Lesen Sie hier das Minuten-Protokoll.

Demo der Kurden in Frankfurt
Die Teilnehmer der Demo der Kurden in Frankfurt kur vor Beginn der Veranstaltung an der Bockenheimer Warte. Foto: Danijel Majic

Zum kurdischen Neujahrsfest Newroz demonstrieren in Frankfurt Kurdinnen und Kurden. Sie kritisieren die Politik in der Türkei - und einen Erlass des Bundesinnenministeriums vom 2. März. Er verbietet bestimmte kurdische Symbole und Schriftzüge. Lesen Sie hier die Ereignisse im Minuten-Protokoll.

14.41 Uhr: Es scheint ein friedliches Newroz-Fest zu werden.

14.35 Uhr: Die Kurden äußern während der Demo deutliche Kritik an Erdogan. Er sollte keine weiteren Vollmachten erhalten.

14.25 Uhr: Nach Angaben der Polizei verhalten sich die meisten Versammlungsteilnehmer gesetzeskonform. Der Großteil der gelben Fahnen bei der Abschlusskundgebung sei nicht direkt vom Verbot des BMI betroffen. "Trotzdem werden sie und die Demonstranten, die sie tragen, dokumentiert: Die Unterlagen werden anschließend der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt", so die Polizei.

14.15 Uhr: Die Teilnehmer der Demo sind nun weitestgehend am Ort der Abschlusskundgebung eingetroffen sind. 

14.04 Uhr: Auch auf der Hauptbühne auf der Europa-Allee prangt unter der Losung "Freiheit für Öcalan" das Konterfei des  PKK-Chefs.

13.57 Uhr: Die Demo befindet sich  nun im Bereich der Europa-Allee.

13.45 Uhr: Teilnehmer der Demonstration fordern Deutschland auf, das Verbot der PKK aufzuheben.

13.28 Uhr: Die Polizei wird nach eigenen Angaben immer wieder gefragt, warum sie nicht gegen die verbotenen Fahnen vorgeht. Die Beamten sagen dazu auf Twitter: "Wir handeln gemäß der Vorgabe der Staatsanwaltschaft. So haben wir es bereits im Vorfeld angekündigt.  Durch die Dokumentation stellen wir die Strafverfolgung sicher, ohne die Ausübung der Grundrechte auf Meinungfeiheit und Versammlungsfreiheit zu gefährden."

13.20 Uhr: Im Kampf gegen die verbotenen Fahnen mit Öcalan will die Polizei Videoaufnahmen machen. Öcalan  ist der Anführer der kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in Deutschland seit 1993 als Terrororganisation verboten ist.

13.00 Uhr: Die Demonstranten ziehen nun über die Mainzer Landstraße und kommen dabei auch am Büro der FR vorbei.

12.55 Uhr: Die beiden Demozüge sind nun vereint unterwegs. Über 10.000 Menschen ziehen friedlich durch die Stadt. Es geht derzeit durch die Straßen im Stadtteil Gallus.

12.52 Uhr: Die beiden Demozüge werden am Platz der Republik aufeinander treffen. Auch das kann man als Botschaft an Erdogan lesen.

12.40 Uhr: FR-Redakteur Danijel Majic  teilt auf Twitter mit: "Eine persönliche Anmerkung: Hätte der DGB bei seinen Demos ähnlich coole Musik wie die Kurden, kämen bestimmt mehr Leute." 

12.30 Uhr: Die Demo steht unter dem Motto "Nein zur Diktatur - Ja zu Demokratie und Freiheit". Kurden aus ganz Deutschland sind zu der Protestveranstaltung gekommen.

12.20 Uhr: Der an der Bockenheimer Warte gestartete Demozug hat nun die Senckenberganlage erreicht.

12.10 Uhr: Die Polizei korrigiert die Teilnehmerzahlen. An der Alten Oper seien es 2500 bis 3000 Teilnehmer und an der Bockenheimer Warte 6000.

12.05 Uhr: Die Menge skandiert: Terrorist Erdogan.

11.55 Uhr: Nun setzt sich auch der Demozug an der Bockenheimer Warte in Bewegung.

11.52 Uhr: Die Polizei nennt erste Teilnehmerzahlen. An der Alten Oper haben sich etwa 6000 Demonstranten versammelt, an der Bockenheimer Warte 2500 bis 3000.

11.45 Uhr: Die Demo wird in Kürze von Bockenheim aus aufbrechen. Die Teilnehmer an der Alten Oper sind bereits losgelaufen.

11.40 Uhr: Die Menge an der Bockenheimer Warte ist mittlerweile deutlich angewachsen.

11.30 Uhr: Die Polizei informiert auf Twitter, was bei einer Demo erlaubt ist und was nicht.

11.25 Uhr: Die Polizei weist darauf hin, dass Öcalan-Westen eine Ordnungswidrigkeit darstellen. Die Menge skandiert seinen Spitznamen.

11.16 Uhr: Außerdem wird ein Ende des  PKK-Verbots gefordert. Die Menge skandiert: Biji PKK!

11.12 Uhr: Eine Rednerin kritisiert die Rolle der Bundesregierung. Ihr ginge es um den Erhalt des Flüchtlingsdeals und nicht um Menschenrechte

11.10 Uhr: Die ersten Reden werden gehalten. Trotz des kämpferischen Tons erinnert die Stimmung an ein Volksfest. Viele Frauen tragen Tracht.

11.05 Uhr: Die Polizei rechnet mit insgesamt 20.000 Teilnehmern.

11.00 Uhr: Bislang haben sich etwa 1200 Menschen an der Bockenheimer Warte gesammelt.

10.55 Uhr: Die Demoleitung hat durchgegeben, dass Bildnisse von   PKK-Chef Öcalan verboten sind, vereinzelt sind sie dennoch zu sehen

10.45 Uhr: Einer der beiden Demozüge startet an der Bockenheimer Warte, der andere am Opernplatz. Beide Züge sollen am Platz der Republik zusammentreffen.

Hintergrund: Die Anmelder der Demonstration wollen zur Besonnenheit aufrufen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. Doch auf der Demonstration mit dem etwas sperrigen Motto „No Pasaran – kein Fußbreit dem Faschismus – Demokratie in der Türkei; Freiheit für Öcalan – Freiheit für Kurdistan“ nahezu alle Embleme und Schriftzüge der Kurden und des PKK-Führers Abdullah Öcalan zu verbieten, birgt Konfliktstoff, das weiß auch Kaplan.

Verboten sind nun auch die Fahne der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und des Verbands der Studierenden aus Kurdistan (YXK). Vor allem die gelben und grünen YPG-Wimpel mit rotem Stern waren bislang auf Demonstrationen immer wieder zu sehen, gelten die kurdischen Kämpfer in Syrien bei ihren Landsleuten doch als Volkshelden.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum