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Protest in Frankfurt „ACAB“-T-Shirt sorgt für Aufregung

Die Frankfurter Linke- Stadtverordnete Merve Ayyildiz macht auf einer Demonstration mit einem T-Shirt Stimmung gegen die Polizei.

ACAB steht für „All Cops are Bastards“. (Symbolbild) Foto: Peter Juelich

Ein T-Shirt der Stadtverordneten Merve Ayyildiz (Linke) ist zum Politikum geworden. Ayyildiz hatte sich am Sonntag bei einer Demonstration mit einem Oberteil fotografieren lassen, auf dem die Buchstabenfolge „ACAB“ stand – was als Abkürzung für „All Cops are Bastards“ gilt. Zahlreiche Stadtverordnete kritisierten sie am Donnerstag dafür. Eine von der BFF-Fraktion vorgelegte Resolution, in der Diffamierungen von Polizisten verurteilt werden, lehnten sie aber ab.

Ayyildiz hatte am Sonntag gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Linken gegen eine Veranstaltung der früheren Pegida-Aktivistin Heidi Mund anlässlich des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni demonstriert. Auf Facebook tauchten danach Fotos von ihr auf, die zeigen, dass sie ein „ACAB“-Shirt trug.

„Es ist unglaublich, dass ausgerechnet eine Linke am 17. Juni so herumläuft“, wetterte Michael zu Löwenstein (CDU) im Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordneten. Schließlich gehöre Ayyildiz der „Nachfolgepartei der SED“ an. Manuel Stock (Grüne) sagte: „So ein T-Shirt geht nicht.“ Der Protest gegen die „peinliche Aktion“ von Heidi Mund, Ehefrau des BFF-Fraktionschef Mathias Mund, sei aber gerechtfertigt gewesen. Ursula Busch (SPD) begründete die Ablehnung der Resolution durch die schwarz-rot-grüne Koalition: „Die Polizei weiß von unserer Solidarität, eine Resolution ist nicht nötig.“

Michael Müller nahm seine Fraktionskollegin Ayyildiz in Schutz. Bei der Abkürzung „ACAB“ handele es sich nur um eine Meinungsäußerung.

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