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Protest Deutsche Bank Makler zeigt Bank an

Der Immobilienmakler Novak Petrovic hält Dispo-Zinsen für Wucher und zeigt die Deutsche Bank an. Ganz nebenbei ist Petrovic auch bei der Occupy-Bewegung aktiv. Mit anderen Aktivisten macht er sich vor der Deutschen Bank breit.

Vor der Deutschen Bank protestierten Aktivisten gegen Wucher. Foto: dpa

"Ich bin und bleibe Kapitalist“, sagt Novak Petrovic am Montagmittag vor der Deutschen Bank, „aber ich bin auch Occupy ohne Ende“. Zwei Stunden zuvor hat er bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft die Deutsche Bank wegen gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen Wuchers angezeigt.
Petrovic ist Immobilienmakler, man könnte auch sagen Spekulant, hat aber – ganz berufsuntypisch – mehr als nur Sympathien für die Occupy-Bewegung, in deren Reihen er schon seit geraumer Zeit schwer aktiv ist.

"Nackter Raub"

Es geht um die überzogenen Dispo-Zinsen auf Girokonten. „Alle schauen nur zu, niemand unternimmt was“, beschwert sich Petrovic, der sich mit einer Handvoll Aktivisten mittags vor der Deutschen Bank breit- und vor allem laut macht. Musik wird gespielt, Jan Umsonst und Thomas Occupy, die Sprecher – wenn’s sowas gibt – der Frankfurter Occupy-Bewegung, erklären via Megafon Passanten und Beschäftigten der Deutschen Bank, dass in ihren Augen das Dispo-Gebaren der Banken nackter Raub sei. Überraschenderweise sehen das die Passanten, unabhängig von Garderobe und politischer Einstellung, größtenteils genauso. „So schnell wird man die Anzeige nicht einstellen dürfen“, hofft Petrovic. Doris Möller-Scheu, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, konnte gestern den Eingang der Anzeige nicht bestätigen. Sie hofft aber, dass diese bis Ende der Woche ihren Weg von der Poststelle zum zuständigen Abteilungsleiter gefunden haben wird.

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