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Projekt Perspektiven aus dem Frankfurter Zoo

Elf Kinder präsentieren in einer Fotoausstellung ihre ganz eigene Sicht auf die Tiere des Frankfurter Zoos. Ein nächster Workshop ist im Mai 2018 geplant.

Im Zoo
Der zwölfjährige Lenny zeigt der staunenden Mutter sein Löwenfoto. Foto: Monika Müller

Von der Nashornfütterung bis zur Zebrastallreinigung – elf Kinder durften einen Blick hinter die Kulissen des Frankfurter Zoos werfen. An einem Wochenende im Mai konnten sie die Tiere aus der Nähe beobachten – und ablichten. Das zoologische Foto-shooting war Teil eines Workshops. Eine Auswahl der dabei entstanden Bilder wird seit Sonntag im Faust-Vogelhaus ausgestellt.

Die Schau mit dem Motto „Bitte Lächeln! Kinder fotografieren Zootiere“ wird am Sonntagmorgen von Naturschutzbotschafter Michael Kauer und Tierfotograf Detlef Möbius eröffnet. Anlässlich der Vernissage treffen sich die Jungfotografen mit ihren Familien im Foyer des Zoos.

Von dort aus geht es quer durch die Anlage und vorbei an jenen, den Kindern bereits vertrauten, Nashorn- und Zebragehegen. „Mama, hier waren wir auch“, ruft ein kleiner Junge.

Weiter geht es bis zum Vogelhaus, wo die Bilder der Kinder rund ein Jahr lang ausgestellt werden sollen. 22 Fotografien umfasst die Schau insgesamt – zwei Aufnahmen von jedem Teilnehmer. Weit über 200 Bilder standen zur Auswahl. Die schönsten Motive auserkoren haben Tierfotograf Möbius und Naturschutzbotschafter Kauer, die den Workshop federführend betreuten. „Wir wollen den Zoobesuchern einen möglichst umfassenden Eindruck über die Arbeiten verschaffen“, sagt Möbius.

Seit zwölf Jahren bietet Möbius den Workshop in Frankfurt an. Bei einem ähnlichen Projekt habe er zuvor im Kölner Zoo mitgewirkt. „Ich fand die Idee gut und habe sie 2005 der damaligen Vorsitzenden der Frankfurter Naturschutzbotschafter vorgeschlagen. Auch sie zeigte sich begeistert.“ Gemeinsam mit ihr realisierte Möbius das Angebot für den Raum Frankfurt.

Teilnehmen dürfen jedes Jahr zwölf Kinder

Teilnehmen dürfen jedes Jahr zwölf Kinder im Alter zwischen neun und 13 Jahren. Dieses Mal seien über 100 Bewerbungen eingegangen. „Es wird ausgelost, wer einen Platz bekommt“, erklärt Möbius. Die Ausrüstung werde seit zehn Jahren von der Firma Nikon gestellt. In diesem Jahr wurde mit Spiegelreflexkameras gearbeitet.

Im Workshop lernen die Kinder zunächst Grundlagen der Fotografie, die sie anschließend praktisch anwenden. Nach einer Präsentation mit Bildbeispielen geht es für die Nachwuchsfotografen auf einen Rundgang durch den Zoo. An den Gehegen gibt der professionelle Tierfotograf individuelle Hilfestellung. Welche Einstellung ist für welches Tier am besten geeignet? Wie muss ich die Beleuchtung zu verschiedenen Tageszeiten regulieren? Welche Perspektive eignet sich für welches Motiv? Das sind laut Möbius häufig diskutierte Fragen.

„Die Kinder haben in diesem Jahr intensiv mitgearbeitet und tolle Bilder gemacht. Sie haben an einem einzigen Wochenende eine Ausstellung auf die Beine gestellt. Das wäre selbst für Profis eine Herausforderung“, resümiert der Mentor. Außerdem betont er, dass keines der Fotos nachträglich bearbeitet worden sei.

Eines der ausstellenden Kinder ist der zehnjährige Ruben Moronzirfas aus Langen. Wieso er sich beworben hat? „Ich mag Tiere und die Natur. Zu Hause fotografiere ich meine Haustiere mit Papas Kamera“, berichtet er. Darunter eine Katze, ein Hund und ein Pony. Im Zoo waren die Möglichkeiten umfassender. Rubens Bilder zeigen unter anderem eine Gruppe Paviane und eine Robbe, die einen Fisch verspeist.

 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zoo Frankfurt

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