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Project Shelter Plakate markieren Leerstand

Aktivisten von "Project Shelter" fordern schon seit einiger Zeit Räume für obdachlose Migranten. Um ihr Anliegen zu unterstreichen, haben sie nun an verschiedenen leerstehenden Gebäuden Schilder und Transparente aufgehängt.

Ein Transparent am alten Polizeipräsidium. Foto: Privat

Die Sympathisanten der Gruppe „Project Shelter“, die von der Stadt schon seit Monaten ein selbstverwaltetes Zentrum für obdachlose Flüchtlinge und Migranten fordert, sind offenbar weiter aktiv: In der Nacht zum Dienstag haben unbekannte Aktivisten an verschiedenen Stellen der Stadt Schilder und Transparente an leerstehende Gebäude gehängt, die sich ihrer Ansicht nach gut für ein solches Zentrum eignen würden.

Am seit Jahren ungenutzten alten Polizeipräsidium an der Friedrich-Ebert-Anlage hing etwa am Dienstagmorgen ein Transparent mit der Aufschrift „Hier könnte ein Project Shelter entstehen“. Außerdem wurde eine mit Parolen bemalte Tapete an das Haus in der Berger Straße geklebt, das die Initiative Mitte Dezember im Anschluss an eine Demonstration kurzzeitig besetzt hatte. Mit der Besetzung hatte die Gruppe versucht, den politischen Druck auf die Stadt zu erhöhen. Die ABG als Eigentümerin hatte das Gebäude jedoch nach wenigen Stunden von der Polizei räumen lassen.

Eine Gruppe namens „Initiative Solidarische Stadt“ teilte am Dienstag mit, man wolle mit der Plakataktion deutlich machen, „dass es in Frankfurt viele Häuser gibt, die ungenutzt bleiben, während Menschen bei Minusgraden auf der Straße, unter Brücken oder in Bahnhöfen schlafen müssen“. Die Forderung der Initiative Project Shelter sei „dringender denn je“, schreiben die anonymen Autoren.

Fotos im Internet

In dem Text heißt es auch, man werde sich weiter für ein Zentrum für obdachlose Migranten einsetzen und weiter Forderungen an die Stadt stellen: „Der Winter ist da – der Druck steigt.“ Auf dem linken Internetportal Indymedia wurden am Morgen Fotos von unterschiedlichen Gebäuden veröffentlicht, die mit Transparenten der Gruppe behängt worden waren.

Die Polizei teilte auf Nachfrage mit, man habe die nächtliche Plakataktion zur Kenntnis genommen. Es werde geprüft, ob sie strafrechtlich relevant sei.

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