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Personennahverkehr Stadt testet Doppeldeckerbus

Die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq testet den Einsatz von Doppeldeckerbussen in Frankfurt. Die Fahrzeuge sollen auf der Linie 34 zwischen Rödelheim und Bornheim eingesetzt werden.

Dieser Doppeldeckerbus soll bald durch Frankfurt fahren. Foto: dpa

Ein Berliner Doppeldeckerbus fährt von Montag an auf der Linie 34. Das kündigte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) an. Die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq teste bis nächste Woche Samstag, wie die Fahrgäste den zweistöckigen Bus annehmen.

Der gelbe Doppeldecker fährt quer durch die Stadt. Von der Mönchhofstraße über Rödelheim, Industriehof, Dornbusch, Friedberger Warte bis Bornheim Mitte. Täglich von 7 bis 21 Uhr, am Samstag von 7 bis 17 Uhr, 16 Kilometer Strecke.

Traffiq wolle herausfinden, ob die Fahrgäste „das obere Deck“ nutzten, sagte Traffiq-Geschäftsführer Hans-Jörg von Berlepsch. Die Erfahrung aus Berlin zeige, dass Fahrgäste meist unten blieben, wenn sie nur bis zu drei Haltestellen weit fahren würden. Auf der Linie 34 blieben aber fast Dreiviertel der Fahrgäste fünf oder mehr Haltestellen lang im Bus sitzen. Die Chancen auf Akzeptanz „sind also gut“.

Inwieweit Doppeldecker, die in Großstädten wie Berlin oder London im Einsatz sind, auch in Frankfurt angenommen werden, sollen Interviewer in Erfahrung bringen. Sie fahren im Bus mit.

Der gelbe Doppelstock-Bus stammt aus Berlin. 94 Fahrgäste passen in die zwei Etagen. Das ist ein Drittel mehr als in die Standard-Busse, die sonst auf der Linie 34 fahren. Dort stiegen die Fahrgastzahlen „seit Jahren“, sagte von Berlepsch, mit mittlerweile 21 500 Fahrgästen pro Tag. Das seien 20 Prozent mehr Personen als noch vor zehn Jahren. Besonders viel los sei zwischen 7 und 9 Uhr. Im morgendlichen Berufsverkehr würden die Busse alle sechs Minuten fahren.

Mehr Nachtbusse

Es sei aber „nicht sinnvoll“, den Takt weiter zu verdichten, so von Berlepsch. Die engen Straßen nahe des Rödelheimer Bahnhofes seien schon jetzt überlastet. Lange Gelenkbusse oder gekoppelte Buszüge passten nicht durch die Kurven.

Den Doppeldecker, Baujahr 1995, hat Traffiq von den Berliner Verkehrsbetrieben ausgeliehen. Im nächsten Jahr will Traffiq in Frankfurt fabrikneue Doppeldecker aus Berlin testen, die derzeit dort im Probebetrieb fahren würden. In Frankfurt fuhren zweistöckige Busse zuletzt von 1966 bis 1976.

Auch nachts sollten Busse grundsätzlich häufiger fahren, fordern die Frankfurter Jusos. Nötig sei am Wochenende ein 15-Minuten-Takt zwischen 1 Uhr und 4 Uhr morgens, sagte Jusos-Sprecher Frederik Michalke. Derzeit seien die Nachtbusse in der Nacht auf Samstag und Sonntag „oft überfüllt“, teils „bis an die Grenzen ausgelastet“.

An den kommenden beiden Wochenenden stehen die Jusos Freitag- und Samstagnacht an der Hauptwache (23 bis 1 Uhr) und der Konstablerwache (1 bis 4 Uhr), um für mehr Nachtbusse zu werben.

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