Lade Inhalte...

Parken in Frankfurt Bewohnerparken ohne Zuwachs

Personalmangel verhindert das Ausweisen neuer Zonen und vermehrte Tempokontrollen.

Anwohnerparken
Im Holzhausenviertel gibt es eine Parkzone für Bewohner. Foto: Alex Kraus

Solange die Stadt nicht mehr Mitarbeiter zur Kontrolle von Falschparkern einstellt, wird es keine weiteren Bewohnerparkzonen und keine Ausweitung der Geschwindigkeitskontrollen geben. So lassen sich zwei aktuelle Berichte des Magistrats zusammenfassen. 

Der Bericht zum Bewohnerparken antwortet auf eine Anfrage aus dem Ortsbeirat 6 im Frankfurter Westen. „Wann und wie geht es mit dem Bewohnerparken weiter“, hatte der Ortsbeirat Ende 2017 gefragt und sich für eine Ausweitung des Bewohnerparkens ausgesprochen, um den Parkdruck zu mindern. 

Die Antwort, die der Magistrat nun gibt, erinnert an frühere Antworten. „Der Magistrat bedauert, dass eine Umsetzung von weiteren Bewohnerparkgebieten so lange nicht in Aussicht gestellt werden kann, wie eine adäquate Überwachung aller Gebiete nicht gewährleistet“ sei. Das Bewohnerparken gilt in Frankfurt in 37 Gebieten. Immer von Montag bis Freitag, von morgens bis abends, teils mit Unterbrechung am Mittag, dürfen Inhaber eines Bewohnerparkausweises auf einer Seite der Straße parken; die andere Straßenseite ist den Autos ohne Parkausweis vorbehalten. 

Ein Bewohnerparkenschein kostet 50 Euro und ist für zwei Jahre gültig. Früher hieß das Bewohnerparken noch Anwohnerparken; nach einer Klage wurde es umbenannt, damit - juristisch korrekt - die Bewohner einer bestimmten Parkzone und nicht die Anwohner eines Quartiers Bedarf anmelden können. 

In Frankfurt gibt es derzeit 37 Bewohnerparkzonen, zwischen Industriehof im Westen und Bornheim im Osten, Westend im Norden und Niederrad im Süden. Der Magistrat räumt ein, dass das Bewohnerparken „grundsätzlich“ auf weitere Gebiete ausgeweitet werden solle: auf das Zentrum von Bockenheim, die „City West“ rund um die Voltastraße in Bockenheim, das Gallusviertel westlich der S-Bahn-Strecke sowie den Sitz des Hessischen Rundfunks im Dornbusch. 

Außerdem soll in Bornheim die Bewohnerparkregelung geändert werden, im Rahmen eines Pilotprojekts. Details liegen aber noch nicht vor. 

Auch für eine Ausweitung der Geschwindigkeitskontrollen wären mehr Mitarbeiter bei der städtischen Verkehrspolizei notwendig, heißt es im zweiten Bericht. Mehr Kontrollen durch eine „Umorganisation des Personaleinsatzes“ hatte die Koalition aus CDU, SPD und Grünen angeregt. Eine weitere Umschichtung des vorhandenen Personals aus der regulären Verkehrsüberwachung wäre „nicht zielführend“, teilte der Magistrat außerdem mit, da die „Kontrollintensität im ruhenden Verkehr bereits jetzt dem steigenden Beschwerdeaufkommen nicht mehr gerecht werden kann“. Nur „zusätzliches Personal“ würde die Überwachungsdichte erhöhen. 

Im Sande verlaufen ist die Ankündigung des Verkehrsdezernats von 2017, in diesem Jahr Handyparken einzuführen, wie es unter anderem die Städte Wiesbaden, Hanau, Mainz, Bad Homburg betreiben. Beim Handyparken zeigt eine App die freien Parkplätze an. Das Navigationsgerät lotst Autofahrer dorthin. Gezahlt wird für die Zeit, die sie auf dem Parkplatz stehen.

Informationen zum Bewohnerparken gibt es im Internet unter der Adresse: mainziel.de/verkehrsinfo.html?L=Bewohnerparken.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen