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Paradieshof in Frankfurt Wohngemeinschaften im Paradieshof

Die Wohnrauminitiative schaltet sich in die Diskussion um den Paradieshof in Frankfurt ein. Bei einem Wettbewerb zur Nutzung des Gebäudes war sie auf dem zweiten Platz gelandet.

Paradieshof
Idee gesucht : Paradiesplatz mit verrammeltem Paradieshof. Foto: Christoph Boeckheler

In die Diskussion über die Zukunft des Paradieshofs in Alt-Sachsenhausen hat sich am Freitag ein weiterer potenzieller Nutzer des verfallenen Gebäudes eingebracht. Die Wohnrauminitiative Frankfurt teilte im Gespräch mit der FR mit, sie sei bereit, das Haus zu übernehmen. Überwiegend Auszubildende sollten dort einziehen.

Bei einem Wettbewerb um die künftige Nutzung des seit 2010 leerstehenden städtischen Gebäudes hatte die Initiative den zweiten Platz belegt. Gewonnen hatte die European School of Design, die derzeit in Bockenheim ansässig ist. Wie die FR berichtete, sind sich die Stadt und die Hochschule allerdings uneins darüber, wer die Kosten des Umbaus trägt und wie hoch Erbpacht oder Mietzins ausfallen sollen. Während sich die Schule von der Stadt im Stich gelassen fühlt, sagte Baudezernent Jan Schneider (CDU) der Frankfurter Rundschau, er erwarte von der Einrichtung neue Vorschläge zur Finanzierung.

Die Wohnrauminitiative nennt derweil konkrete Zahlen. Die Sanierung des Gebäudes, die etwa fünf Millionen Euro kosten würde, kann die Gruppe nicht bezahlen. Monatlich würde sie aber eine Pacht von 10 000 Euro entrichten, wie Guido W. Risse, der Vorsitzende der Initiative, erklärte.

In den obereren Stockwerken sollen den Plänen der Initiative zufolge Räume für große Wohngemeinschaften entstehen. 20 bis 30 Menschen könnten einziehen. Die Seitenflügel des Hauses sollen barrierefrei gestaltet werden, so dass auch Menschen mit Behinderung einziehen können. Im Erdgeschoss plant die Initiative ein Künstlercafé, das auch Programm für Kinder und Senioren machen soll.

Die Mieten in den Wohnungen sollen niedrig sein, denn das Angebot würde sich vor allem an Auszubildende richten. Für diese Gruppe fehle es in Frankfurt an Wohnraum. Risse, der das Gespräch mit Dezernent Schneider suchen will, stellt sich eine Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung oder den Gewerkschaften vor.

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