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Parade der Kulturen Für Vielfalt in Frankfurt demonstrieren

Am 25. Juni zieht die Parade der Kulturen zum zehnten Mal durch die Frankfurter Innenstadt. Alle Beteiligten wünschen sich für den Tag die Sonne zurück.

Rund 70 Gruppen nehmen am Umzug teil. Foto: christoph boeckheler*

Gegen 16 Uhr am Dienstag fluten Regenmassen den Römerberg. Aber: „Für die gute Sache spielt das Wetter keine Rolle“, findet Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne), die wie Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) als Schirmherrin das Programm der anstehenden Parade der Kulturen anpreist. Doch unausgesprochen wünschen sich alle Beteiligten wohl für den 25. Juni die Sonne zurück. Dann nämlich soll der politische Paradezug zum zehnten Mal durch die Frankfurter Innenstadt ziehen und die Vielfalt feiern. Rund 70 Gruppen mit mehr als 2000 Personen haben sich dafür bereits angemeldet. An 80 Ständen nichtkommerzieller Vereine und Initiativen können beim Markt der Kulturen kulinarische Spezialitäten probiert und Kunsthandwerk erworben werden.

„Es ist wichtig, dass Vielfalt als eine Bereicherung für unsere Stadt gesehen wird und dass das friedliche Miteinander Grundlage und Ziel aller demokratischen Kräfte bleibt“, verdeutlicht Rebekka Rammé, Vorsitzende des Frankfurter Jugendrings, den politischen Anspruch der Parade, der dieses Mal unter dem Motto „Gemeinsam – solidarisch – Frankfurt“ stärker im Vordergrund stehen solle. Der Frankfurter Jugendring als Veranstalter habe deshalb erstmals einen politischen Aufruf verabschiedet, den alle 29 Mitgliedsverbände und teilnehmenden Gruppen unterzeichnet hätten – für Solidarität, Vielfalt und Respekt, gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.

Das Miteinander solle auch im Programm stärker zum Tragen kommen als bisher, führt Sébastien Daudin, Referent für interkulturelle Projekte beim Jugendring, aus. So sei der Wettbewerb der Paradezugteilnehmer abgeschafft worden. „Wir wollen das Miteinander feiern, etwas Gemeinsames schaffen, statt gegeneinander anzutreten.“ Vereine und Gruppen, die gemeinsame Beiträge auf einer der beiden Mainbühnen anbieten, wurden bei der Programmgestaltung bevorzugt und mit einem „Zuschuss zum Zusammenkommen“ gefördert. So kommt es, dass etwa die Deutsch-Bulgarische Initiative mit „Frankfurt Tamil Sangam“ indische und bulgarische Kultur aufeinandertreffen lässt oder „Borderless Global Fashion“ mit der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung eine cross-kulturelle Modekollektion präsentiert.

Mit all dieser Vielfalt sei die Parade „lebensfroher Ausdruck der Identifikation“ aller Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt, sagte Schirmherrin Birkenfeld. Und damit auch Neuzugezogene sich bald mit Frankfurt identifizieren, wünscht Eskandari-Grünberg sich, dass viele Geflüchtete zur Parade eingeladen werden.

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