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Palmengarten Wildnis in der Stadt

Ideen für vielfältige Lebensräume gibt es auf der Grünen Börse im Palmengarten.

Grüne Börse
Wie man helfen kann, die Vielfalt an Insekten zu erhalten, ist ein Thema der Börse. Foto: Christoph Boeckheler

Die Wildnis setzt sich auch im angelegten Botanischen Garten durch: Frösche, Bienen und Pilze finden hier ihren Platz zum Leben. Elke Brude, Mitglied des Freundeskreises Botanischer Garten, blättert in einem Ordner voller Bilder und zeigt, was sie bei ihren Rundgängen fotografiert hat. Auch ein Aquarium mit Schnecken steht neben ihr. Die Tiere leben normalerweise im Teich des Gartens. „Wir legen das Augenmerk auf die Wildnis im Garten“, sagt Brude. „Gerade Ende März ist die Zeit, in der die Bienen aktiv werden.“

An ihrem Stand auf der Grünen Börse im Palmengarten wartet sie ab kommenden Freitag auf Neugierige. Auf der Gartenmesse bieten dann auch Händler, Gärtner und Züchter den Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit. Außerdem kann man bei Vogelspaziergängen, Pilzwanderungen im Grüneburgpark oder Rosenschnittkursen mitmachen.

Rechtzeitig zum beginnenden Frühling können die Besucher auch Pflanzen erwerben und sich dazu beraten lassen. „Die Gewächse kommen direkt vom Züchter und haben eine hohe Qualität, nicht wie im Bau- oder Supermarkt“, sagt Ingrid Edelmann, Verwaltungsleiterin des Palmengartens. Auch seltene und spezielle Pflanzen werden angeboten.

Wer das Dach oder die Fassade seines Hauses bepflanzen lassen möchte, kann sich am Wochenende ebenfalls Anregungen holen. An einem der Stände informiert Lara-Maria Mohr vom Umweltamt darüber. „Durch die Bepflanzung entstehen viele klimatische Vorteile in- und außerhalb des Hauses“, sagt sie.

Außerdem werde die Biodiversität gefördert. Bei der Grünen Börse kann ein Termin für eine Hausbesichtigung ausgemacht werden. Die Stadt fördert die Hausbepflanzung auch finanziell.
Die Initiative „Städte wagen Wildnis“ ist im Palmengarten ebenfalls dabei. Am Mittwoch wurde sie als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) nahm die Auszeichnung entgegen.

„Der Begriff Wildnis muss positiver besetzt werden“, meint Projektkoordinator Thomas Hartmanshenn. Gemeinsam mit weiteren Städten soll mehr Wildnis geschaffen werden. Flächen in und um Frankfurt werden vermehrt sich selbst überlassen. Sie könnten dadurch etwa für Insekten ein wichtiger Lebensraum werden. Zudem sind Umweltbildungsprojekte und Begleitforschung ein Teil von „Städte wagen Wildnis“. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit rund drei Millionen Euro.

Unter dem Motto „Stadt Land Wildnis“ stellen sich während der Grünen Börse zudem Mitglieder und Partner des Netzwerks Bio Frankfurt vor. Das Bündnis will die Bedeutung von Biodiversität stärker bewusst machen. Die Organisationen informieren mit Fachleuten und bieten Mitmachaktionen.

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